15. Februar 2012
Luftfahrtstandort Hamburg - Herausforderungen und Chancen im weltweiten Wettbewerb
Abendveranstaltung mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Peter Hintze
„Wir brauchen weniger Diskussionswissenschaftler, sondern mehr Naturwissenschaftler und Ingenieure“, forderte Staatssekretär Peter Hintze auf der Abendveranstaltung des Landesverbandes im Hotel Grand Elysee.
Peter Hintze, Parlamentarischer Staatssekretär (Foto: Stephan Wallocha)

Deutschland könne nur durch Innovationen die Herausforderungen der Zukunft meistern. Für das Industrieland Deutschland sei die Luftfahrt ein strategischer Wirtschaftszweig mit enormen Wachstumschancen. Die künftigen Anforderungen an Sicherheit, Effizienz, Umweltverträglichkeit und Komfort seien groß. Lange Entwicklungszyklen und die hohe Komplexität der Produktion erforderten schon heute eine Weichenstellung für die nächsten 20 bis 30 Jahre. Die Bundesregierung sei bemüht, die Rahmenbedingungen für eine gute Perspektive zu schaffen und investiere umfangreich in Forschung und Technologie. „Ein Glück, dass wir eine Physikerin an der Spitze der Regierung haben“, so der Koordinator für Luft- und Raumfahrt.

 

Die Luftfahrtforschung ist - wie auch die der Raumfahrt -  ein Vorreiter in der technologischen Entwicklung mit hoher Bedeutung für die gesamte Volkswirtschaft. Ihren Erfolg sichert sie sich allerdings nur mit revolutionären und evolutionären Technologien. Als Beispiele nannte Hintze kohlefaserverstärkte Kunststoffe und Brennstoffzellen. Auf diesen Feldern sei das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) eine in Europa führende Forschungseinrichtung und als Partner auf der ganzen Welt begehrt. Ebenfalls ausgewiesene Forschungs- und Lehrkompetenzen besitzen drei Hamburger Hochschulen.

 

Bei der Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Entwicklung und zum Aufbau einer Fertigung in gleichbleibend hoher Qualität bei möglichst niedrigen Kosten „können wir noch etwas zulegen“. Alle vorhandenen Kompetenzen (auch bei den Zulieferern) sollten besser gebündelt und in Netzwerken zur Wirkung gebracht werden. Hintze erwartet von Airbus, dass sich das Unternehmen für eine enge Zusammenführung aller Akteure einsetzt.

 

Sorge bereitet dem Staatssekretär die dünne Personaldecke hochqualifizierter Fachkräfte. Er trat dafür ein, junge Menschen  für die sogenannten „MINT-Berufe“ (Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften, Technik) zu begeistern. In einer Bildungskette, die bereits im Kindergarten beginnt.