31. Mai 2017
"Mehr Unternehmertum tut Bremen gut"
Unter diesem Aspekt lud der Junge Wirtschaftsrat zur Diskussionsrunde mit der Unternehmerin und FDP-Spitzenkandidatin Frau Lencke Steiner in die Havanna Lounge ein.
Landesvorsitzende Imke Wilberg, Vorstandsvorsitzender Ralf Behrend vom Jungen Wirtschaftsrat und FDP Spitzenkandiatin in Bremen Lencke Steiner. - Foto: Wirtschaftsrat

Dieser Einladung folgten rund 45 Unternehmer und Unternehmerinnen, um über den Wirtschaftsstandort Bremen zu diskutieren. Wichtige Themen hierbei waren zum einem die fehlenden Kita-Plätze in Bremen, aber auch die allgemeine Bildungspolitik. Des Weiteren wurde über die wachsende Startup-Szene und das Unternehmertum in Bremen diskutiert.

 

In Form eines Interviews stellte Imke Wilberg,Landesvorsitzende des Wirtschaftsrates im Land Bremen, der FDP-Spitzenkandidatin zentrale Fragen, beginnend mit den raren Kita-Plätzen, was vor allem ein Nachteil für Arbeitnehmerinnen darstellt, die gerne arbeiten möchten, aber durch die vorherrschende Situation nicht unterstützt werden. Hierzu äußerte sich Lencke Steiner, dass es problematisch sei, dass für Bildung und vor allem für frühkindliche Bildung in der Bremer Haushaltsplanung  eine zu geringe Priorität gesetzt würde und fordert daher eine Umverteilung im Haushalt. Aber auch die Ausbildung und Qualifizierung von Erzieherinnen und Sozialarbeitern sollte schnellstmöglich vorangetrieben werden, um in naher Zukunft eine optimale und breitflächige Betreuung von Kindern und Jugendlichen bieten zu können. Problematisch sei auch der hohe Numerus clausus für das Grundschullehramt in Bremen, dieser schrecke viele Bewerber, vor allem männliche ab, obwohl männliche Grundschullehrer dringend gesucht würden. Ein generelles Umdenken in der Bildungspolitik solle erfolgen.

 

Ein weiteres Thema war die Startup-Kultur in Bremen. Diese hat sich über die vergangenen Jahre in Bremen mit einer eigenen Szene etabliert, die wiederum durch diverse Veranstaltungen die Gründerszene vorantreibt.

 

Die politischen Rahmenbedingungen seien gut, jedoch ausbaufähig. Beispielsweise könnte durch gezieltes Marketing Bremen als Investitionsstandort mehr in anderen Städten beworben werden.

Der deutsche Mittelstand sei mit seinen unzähligen Weltmarktführern mit der Hansestadt Bremen seit Generationen eng verbunden und stark vertreten. Umso wichtiger sei es, die grundlegenden Werte der Familienunternehmen zu unterstützen und eine Willkommenskultur zu schaffen – dies würde jedoch von der aktuellen Politik wenig anerkannt  und gefördert.

In diesem Kontext wurde auch die Wirtschaftsförderung genannt, die aus der Runde heraus einige Kritikpunkte erhielt. Fehlende Effizienz und die starke Abhängigkeit der Unternehmer waren einige Punkte, wodurch Bremen für Investoren an Attraktivität verliert. Problematisch sei auch, dass die Politik zu intensiv involviert sei und die Wirtschaftsförderung dadurch viele zusätzliche Aufgaben zu ihren Kernthemen hinzubekommt – als Resultat wird die Vernachlässigung der Kernpunkte benannt. Daraus resultierte die Kritik an der allgemeinen Verwaltungen und den Behörden in Bremen, da diese vor der Digitalisierung zurückschrecken und ineffizienter arbeiten. Auch hier sei ein Wandel dringend notwendig.

 

Trotz vieler Kritik- und Diskussionspunkte wurde zum Schluss zu betont, dass Bremen sehr viel Potential biete und auch gute Ansätze liefer, diese müssen jedoch in Zukunft aufgegriffen und in die richtige Richtung gelenkt werden.

Nach der produktiven und lösungsorientierten Diskussion fand ein gemeinsames Get-Together statt, wo die Gäste noch einmal die Möglichkeit hatten, untereinander und mit Frau Steiner persönlich ins Gespräch zu kommen und Ideen auszutauschen.

Impressionen
Imke Wilberg begrüßt die Referentin Lencke Steiner und die Gäste. Foto: Wirtschaftsrat
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Kontakt

 

Dr. Barbara Rodewald (Landesgeschäftsführerin)


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