26. September 2017
Minister Jean Asselborn zu Besuch in Mettlach
Jean Asselborn ist ein Freund der klaren Worte, nicht diplomatischer Zurückhaltung. Das war auch bei seinem Besuch bei einer Gemeinschaftsveranstaltung von Wirtschaftsrat, AKW und Cercle Économique im Schloss Saareck in Mettlach zu spüren.
Minister Jean Asselborn zu Besuch in Mettlach (Foto: Wirtschaftsrat)

Als mit 14 Jahren dienstältester Außenminister in der EU weiß er, wovon er spricht. René Rausch, Präsident des AKW im Großherzogtum meinte zu den rund 200 Zuhörern in Mettlach, "er nimmt kein Blatt vor den Mund!" Die aktuellen Krisen sieht er im großen Zeitzusammenhang. Beispiel. So schätzt er den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan als vorübergehende Erscheinung ein. Derzeit sei die Türkei aber leider keine Demokratie mehr. Hier hofft er auf eine baldige Wende. Die Verhandlungen mit der Türkei möchte Asselborn nicht abbrechen. Dazu Dr. Klaus Harste, stellvertretender Vorsitzender des WR-Saarland: "Es ist wichtig, dass wir miteinander übereinander reden. Wenn man das schafft, können die Probleme gelöst werden. Auch im Konflikt von Nord-Korea mit den USA setzt der Luxemburger auf Verhandlungen mit Kim-Yon-un. Die Hauptverantwortung komme dabei auf die Volksrepublik China zu, die 93 Prozent der Importe von Nordkorea abdeckt. Was den Einzug der AfD in den Bundestag angeht, riet Asselborn zu Mäßigung. Als gefestigte Demokratie habe Deutschland die Kraft, den Rechtsextremismus in die Schranken zu weisen, zumal die so genannte Alternative für Deutschland noch keinen einzig konkreten Vorschlag zur Lösung von Problemen vorlegen konnte.