27. April 2017
Mit Anhebung der GWG-Grenze wird endlich an die Wirtschaft gedacht
Wolfgang Steiger: Erhöhung von 410 auf 800 Euro ist gute Nachricht für Mittelstand und Handwerk

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. begrüßt das Gesetz zur Verdoppelung des Grenzwertes bei geringwertigen Wirtschaftsgütern von 410 auf 800 Euro, das heute im Bundestag beschlossen werden soll. „Mit der Entscheidung wird eine langjährige Forderung des Wirtschaftsrates erfüllt. Das ist eine gute Nachricht für den Mittelstand, das Handwerk und den Bürokratieabbau", erklärt Generalsekretär Wolfgang Steiger. "Allerdings ist bedauerlich, dass mit der SPD keine Anhebung auf 1.000 Euro machbar war. Das hätte noch weitere Investitionspotentiale freigesetzt und viel Bürokratie abgebaut."


Die Wertgrenze für die Sofortabschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern war seit den 1960er Jahren nicht angefasst worden. Mit der Verständigung ist die Politik einer Kernforderung vor allem der im Wirtschaftsrat organisierten mittelständischen Familienunternehmen gefolgt. Konkret bedeutet dies eine erhebliche Entlastung von bürokratischen Pflichten und mehr finanzielle Mittel für wichtige unternehmerische Investitionen.


„Es ist wichtig, dass Deutschland ein investitionsfreundliches Klima schafft. Bei den zu erwartenden Steuermehreinnahmen in Höhe von 140 Milliarden Euro bis 2021 sind weitere Steuersenkungen ein Gebot der Stunde“, so Wolfgang Steiger weiter. Der Wirtschaftsrat fordert daher die Abschaffung des Solidaritätszuschlags, das weitere Abschmelzen des Mittelstandsbauchs bei der Einkommenssteuer, die Erhöhung der Werbekostenpauschale sowie die Reduzierung des Einkünftekatalogs bei der Einkommenssteuer von sieben auf nur noch vier Einkunftsarten. Ferner ist die Anhebung des Jahreseinkommens notwendig, ab dem der Höchststeuersatz von 42 Prozent zu greifen beginnt, von derzeit rund 54.000 Euro auf mindestens 60.000 Euro jährlich.

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