08. Dezember 2014
,,Mit Schulden will uns keiner"
Staatssekretär Jürgen Barke beim Wirtschaftsrat Saarland
Eine überzeugende Vorstellung der Landeswirtschaftspolitik der Großen Koalition im Saarland hat der Staatssekretär im Saar-Wirtschaftsministerium Jürgen Barke (SPD) auf Einladung des Wirtschaftsrates der CDU unter der Leitung von Wolfgang Holzhauer geboten. Er war in Vertretung von Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) eingesprungen, die am Wochenende ernsthaft erkrankt war.
Staatssekretär Jürgen Barke kam in Vertretung der erkrankten Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger zum WR-Lunch in Saarbrücken (Foto: Wirtschaftsrat)

Barke ging vor allem auf die Themen ein, die Holzhauer in seiner Begrüßung angesprochen hatte. Der Staatssekretär bescheinigte der Saar-Wirtschaft im Jahresübergang 2014/2015 eine robuste Verfassung, und er erwartet für das kommende Jahre erneut ein überdurchschnittliches Wachstum gegenüber dem schnitt. Dafür werde der hohe Industrieanteil (27 Prozent) an der Wirtschaftsleistung des Saarlandes sorgen; im Bund sind es lediglich 23 Prozent.Die gute Wirtschaftskraft der Saar werde indes nicht ausreichen, um die existenzbedrohende Finanzlage in den Griff zu bekommen. Da ein Altschuldenfonds wohl keine Chancen mehr hat, setzt Barke dennoch darauf, dass ein Entschuldung, in welcher Form auch immer, im Zusammenklang mit weiteren Einsparungen des Landes kommen wird. Wörtlich: ,,Mit Schulden nimmt uns keiner, ohne Schulden können wir es auch alleine schaffen!"In der aktuellen Politik fordert Barke beispielsweise ein  ,,Fernverkehrssicherstellungsgesetz" des Bundes, mit dessen Hilfe die anhaltende Verschlechterung der Fernverbindungen ab Saarbrücken aufgehalten werden soll.