07. April 2016
Mitgliederversammlung 2016
Hamburgs Vertreter für die Bundesdelegiertenversammlung gewählt
Am 7. April fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Wirtschaftsrates Hamburg statt. In den traditionsreichen Räumen der Patriotischen Gesellschaft wählten die Mitglieder ihre Interessenvertreter für die Bundesdelegiertenversammlungen am 21. Juni 2016 und für das Jahr 2017 in Berlin. Im Rahmen der Versammlung freute sich der Landesvorsitzende Gunnar Uldall, gleich vier persönlich anwesenden Mitgliedern – Ulf-Axel Herold, Dr. Günter Schneider, Hans Jürgen Lickfett und Peter Nordwald – Ehrenurkunden für ihre langjährige Mitgliedschaft im Verband zu überreichen. Als Gastredner sprach außerdem der Landesvorsitzende der CDU Hamburg, Dr. Roland Heintze, über aktuelle stadt- bzw. landespolitische Themen und die Schwerpunkte seiner Partei.
Graphic Recording: Das visuelle Ergebnis der Mitgliederversammlung, "live" gezeichnet von Martina Grigoleit (Foto: Wirtschaftsrat)

In seiner Begrüßungsrede würdigte Gunnar Uldall die gute Arbeit im Landesverband und schilderte die erfreulichen Entwicklungen: Das seit vielen Jahren stabile Niveau von 1.000 Mitgliedern konnte 2015 nicht nur gehalten, sondern durch den Beitritt von 116 Neumitgliedern leicht ausgebaut werden. Dieser Trend setze sich offensichtlich fort, denn seit Jahresbeginn entschieden sich bereits 50 weitere Unternehmerinnen und Unternehmer für eine Mitgliedschaft im Wirtschaftsrat Hamburg. Durch das starke Engagement der verschiedenen Landesfachkommissionen konnten im letzten Jahr zudem sechs Positionspapiere erarbeitet und an die politischen Entscheidungsträger Hamburgs herangetragen werden. „Die Zeiten der Unruhen sind damit offiziell vorbei und wurden von einem erfreulichen Aufwärtstrend abgelöst“, zog Uldall Bilanz.

 

Darüber hinaus ging er auf das aktuell schwierige politische Umfeld für Unternehmen ein und appellierte an die Zuhörer: „Heute ist es wichtiger denn je, dass sich die Unternehmerschaft in der Öffentlichkeit engagiert und geschlossen die soziale Marktwirtschaft sichert und weiter ausbaut. Durch die gegenwärtige Tendenz – weg von der europäischen Einigung hin zu einer Neugestaltung politischer Strukturen und Machtverhältnisse in den europäischen Mitgliedsländern – lässt sich die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung für das unternehmerische Handeln sehr schwer einschätzen.“

 

Diese Sichtweise teilte auch Roland Heintze: „Die derzeitige politische Situation ist fremd für die Unternehmerlandschaft, da nicht zuletzt der ordnungspolitische Blick verloren gegangen ist, der für rationale und konstruktive Entscheidungen Voraussetzung ist.“ Aus diesem Grund sei es zentral, dass wirtschaftspolitischer Sachverstand aktiv eingebracht werde und die Politik durch Klarheit, Wissen und Verantwortungsbewusstsein mitgestalte.

Mitgliederversammlung im Reimarus-Saal der Patriotischen Gesellschaft (Foto: Wirtschaftsrat)

Die CDU Hamburg positioniere sich nach der Bürgerschaftswahl ganz klar für einen wachsenden Wirtschaftsstandort Hamburg. Die Kernthemen der Legislaturperiode würden zunächst bei den ordnungspolitischen Themen der Inneren Sicherheit und Familienpolitik sowie der Kernkompetenz der CDU, der Wirtschaftspolitik, liegen.

 

Vor allem das Thema der Inneren Sicherheit stehe vor einer neuen Situation aufgrund der jüngsten Ereignisse, denn „Gewalt und Terror sind längst in der Lebensrealität angekommen und hier muss eine Gegenpositionierung erfolgen, die unumstritten unsere Art der Freiheit postuliert“, machte Heintze deutlich. Dies könne nur europäisch durch eine stärkere Vernetzung der Sicherheitsbehörden gelingen. Gefühlte und faktische Sicherheit bildeten das Fundament für freiheitliches Handeln.

 

Das Kernthema der CDU, die Wirtschaftspolitik, sei in den letzten Jahren aus dem Fokus geraten, obwohl „wirtschaftspolitische Entscheidungen klare Rahmenbedingungen konstituieren, um den nötigen Spielraum zu haben für alle anderen politischen Themen“, erklärte Heintze. Aufgrund dessen habe der Landesverband Hamburg der CDU sich verschiedene Querschnittsthemen auf die Agenda geschrieben. So werde im Bereich der Innovation der Fokus verstärkt auf der Förderung der Gründerszene liegen, um den Weg zu ebnen von der reinen Idee hin zum realen Markteintritt.

 

Mit der anschließenden Bekanntgabe der Wahlergebnisse ging der offizielle Teil der Mitgliederversammlung zu Ende, die von Illustratorin und Mitglied Martina Grigoleit per „Graphic Recording“ visuell festgehalten wurde. Insgesamt 39 Delegierte und 13 Ersatzdelegierte wurden gewählt, die Interessen des Landesverbandes in Berlin zu vertreten.

Kontakt
Christian Ströder
Referent für Wirtschaftspolitik
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Hamburg
Telefon: 040/ 30381049
Telefax: 040/ 30381059