07. August 2017
Mittelstand darf nicht stärker zur Kasse gebeten werden als Kapitalgesellschaften!
Wolfgang Steiger: DIHK-Berechnungen bestätigen steuerpolitische Empfehlungen des Wirtschaftsrates für die nächste Legislatur

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. lehnt die Steuerpläne der SPD als mittelstandsfeindlich ab. „Erhöhungen des Einkommensteuersatzes wirken sich oft wegen der Rechtsform als Einzelunternehmer oder Personengesellschaft auch auf mittelständische Unternehmen aus. Das bedeutet am Ende weniger Investitionen, geringe Wettbewerbsfähigkeit, womöglich sogar Verzehr der Substanz“, kritisiert Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.

 

Betroffen sind immerhin vier von fünf oder 2,6 Millionen Unternehmen. Von Steuererhöhungen unmittelbar betroffen wären davon heute 280.000 Unternehmen, die mehr als 100.000 Euro Gewinn verbuchen, berechnete der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK).


Die DIHK-Zahlen bestätigen einmal mehr die steuerpolitischen Empfehlungen des Wirtschaftsrates: „In Zeiten hervorragender Steuereinnahmen, darf es nicht auch noch zu Steuererhöhungen kommen. Ausgerechnet der Arbeitsplätze schaffende Mittelstand soll von der SPD für die geplanten Steuerentlastungen in den ohnehin schon gering besteuerten unteren Einkommensgruppen zur Kasse gebeten werden.“ Würden die Pläne so umgesetzt, zahlten betroffene Unternehmer inklusive Solidaritätszuschlag mehr als 50 Prozent Steuern und lägen damit deutlich über den Sätzen für Kapitalgesellschaften. „Der Mittelstand darf nicht zur Melkkuh der Nation werden“, mahnt Wolfgang Steiger.


Der Wirtschaftsrat hält an seinen Forderungen fest: Keine steuerlichen Daumenschrauben in Form höherer Tarifbelastung, schnellstmögliche Abschaffung des Solidaritätszuschlages und Erhalt der Abgeltungssteuer.

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