25. Oktober 2012
Mittelstand im Wettbewerb um die besten Köpfe
Demografischer Wandel führt zu Fachkräftemangel
„Die Änderung der Altersstruktur verursacht einen immensen Fachkräftemangel in unserer Wirtschaft. Der Anteil der über 65-Jährigen an der Bevölkerung wird von zehn auf über 40 Prozent steigen. Darunter leidet der Mittelstand schon heute.“ Mit diesen Worten begrüßte Dr. Klaus-Günther Strack, Mitglied im Vorstand der Sektion Heidenheim, Mitglieder und Gäste des Wirtschaftsrats in den Räumen der Voith GmbH.
Dr. Klaus-Günther Strack (Foto: WR)

Dr. Robert Hilbing, Voith Paper, legte den Fokus auf praktische Ratschläge, um im Wettbewerb um die besten Köpfe bestehen zu können. Wer genau sind überhaupt die "besten Köpfe"? Dies sind Menschen, die die passende fachliche Qualifikation und Persönlichkeit für den Beruf mitbringen sowie die Bereitschaft am Wohnort zu leben.

 

Viele Bewerber nutzen das Internet für die Jobsuche. Daher müssen Unternehmen die eigene Homepage als zentrale Kommunikationsplattform etablieren und pflegen. „Ihre Web-Adresse ist immer gleich: www.google.com.  Wenn Firmen nicht mit der Suchmaschine zu finden sind, gibt es es sie nicht“, so der Leiter des Personalmarketings.

Dr. Robert Hilbing (Foto: WR)

Eine ideale Ergänzung zum Transport von Emotionen und Fakten stellten bewegte Bilder dar. In Betracht gezogen werden kann die Präsenz in den Sozialen Netzwerken, sagte Dr. Hilbing. Allerdings erst nachdem der Internetauftritt adäquat realisiert ist. Wichtig ist, Image und Unternehmenskultur nach außen gezielt zu gestalten und nach innen zu leben. Dann werden die eigenen Mitarbeiter auch als Recruiter agieren.

(Foto: WR)

Die guten eigenen Mitarbeiter gilt es unbedingt zu halten und weiterzuentwickeln, ist er überzeugt.

Dem stimmte Sektionssprecher Franz Rieger zu: „Es wird immer wichtiger Mitarbeiter, vor allem auch Ältere, dauerhaft an das Unternehmen zu binden.“ Sektionsvorstand Klaus-Günther Strack ergänzte: „Wir brauchen die Rente mit 67. Denn durch die Anhebung des Renteneintrittsalters werden zusätzlich 1,5 Millionen Arbeitnehmer tätig sein.“