18. Januar 2012
Moderne grüne Biotechnologie: Forschung und Anwendung in Deutschland sind unverzichtbar!

"Die zunehmende Verlagerung von Unternehmensteilen aus dem Bereich Pflanzenzüchtung ins nichteuropäische Ausland zeigt, dass sich Forschung und Anwendung nicht dauerhaft voneinander trennen lassen. Unternehmerische Entscheidungen für den Standort Deutschland, aber auch Europa, können nur mit den richtigen Rahmenbedingungen getroffen werden," erklärt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V.

Notwendig sind EU-weit einheitliche Regelungen auf wissenschaftlicher Basis für die Zulassung gentechnisch veränderter Organismen. Zum Abbau von Wettbewerbsnachteilen, müssen die Genehmigungsverfahren der EU bei der Zulassung neuer, gentechnisch veränderter Sorten beschleunigt werden. Zudem bedarf es eines breit angelegten Dialoges zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, um die überwiegend mittelständisch geprägte Wirtschaft in Deutschland international zu stärken und Arbeitsplätze und Zukunftsinvestitionen hierzulande zu sichern.

In den nächsten 40 Jahren müssen sich die landwirtschaftlichen Erträge aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung fast verdoppeln. Die nutzbaren Flächen sind jedoch begrenzt und nicht beliebig vermehrbar. Daher wächst die Nachfrage nach Pflanzensorten, die an den Standort angepasst sind und mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen sowie gegenüber Schadorganismen resistent sind. Die Pflanzenzüchtung kann einen wichtigen Beitrag leisten, die ausreichende Versorgung der Bevölkerung vor allem in Schwellenländern mit Nahrungsmitteln und Energie sicherzustellen.

Mit seiner Bundesfachkommission Umweltpolitik macht sich der Wirtschaftsrat für eine ideologiefreie Anwendung der Biotechnologie in Deutschland stark. Gemeinsam mit Peter Bleser MdB, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, haben die Mitglieder zur jüngsten Sitzung intensiv beraten, wie die Pflanzenzucht gestärkt und die weitere schleichende Abwanderung von Biotechnologieunternehmen verhindert werden können.

Lesen Sie hierzu demnächst auch den Bericht in unserem Mitglieder-Newsletter WR-Intern.

Weiterführende Informationen:

Themenseite Umweltpolitik

 

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