21. Oktober 2013
"Multimodalität - Mobilität der Zukunft: Wie bewegen wir uns in Zukunft fort?"
„In Zeiten ständig steigender Benzinpreise, zunehmender Parkraumprobleme in Innenstädten und der politischen Diskussion über Mautgebühren, sind für viele Bürger die Möglichkeiten alternativer und kostengünstiger Fortbewegungsmittel von großer Bedeutung: Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus?“ eröffnete Joachim Rudolf, Sektionssprecher der Sektion Stuttgart und Stellvertretender Landesvorsitzender den Abend in der Straßenbahnwelt in Stuttgart Bad-Cannstatt.
Konzepte neuer Mobilität in der Straßenbahnwelt Bad Cannstatt (Foto:Wirtschaftsrat)

Nach Begrüßung der anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer durch Gastgeber Jörn Meier-Berberich und Sektionssprecher Joachim Rudolf, durften die Veranstaltungsteilnehmer eine Führung durch die Räumlichkeiten der Straßenbahnwelt Bad-Cannstatt unternehmen und bekamen so einen prägenden Eindruck von der historischen Entwicklung der Stuttgarter Straßenbahnen, die das Gesicht Stuttgarts prägen wie kaum ein anderes Fortbewegungsmittel der Stadt.

Gleichzeitig bot sich die Möglichkeit, anhand eigens von Car2go und der Stuttgarter Straßenbahn AG zur Verfügung gestellten Elektrofahrzeugen der Marke Smart eine Probefahrt am Steuer eines ausschließlich elektrisch angetriebenen Elektro-Smarts unternehmen zu können.

Andreas Leo spricht über "car2go: Mobilität der Zukunft?" (Foto: Wirtschaftsrat)

Nach dem „Erlebnis Elektromobilität“ führte Andreas Leo, Pressesprecher Daimler Mobility Services GmbH Ulm, die Teilnehmer in neue Mobilitätskonzepte ein: Car2go sei solch ein Mobilitätskonzept, das ungeahnte Möglichkeiten der innerstädtischen Fortbewegung biete. „Immer überall einfach einsteigen und losfahren. Um mehr müssen Sie sich keine Gedanken machen. Durch car2go kann das Verkehrsvolumen in Städten effizienter und mit weniger Fahrzeugen durchgeführt und knapper Parkraum besser genutzt werden“, so Leo.

Der Verkehr in der Innenstadt werde entlastet, was der Umwelt, der Stadt und schließlich jedem Einzelnen zu Gute komme. Nach einem ersten Pilotversuch in Ulm würden die Daimler Mobility Services mittlerweile in 15 Städten angeboten, darunter auch in Stuttgart, und hier sogar voll-elektrisch. Man müsse die nachhaltige Mobilität sicherstellen und in die Infrastruktur investieren, um eine moderne Verkehrsleitung zu sichern. Der Erfolg und Zulauf des Projektes überrasche selbst die Macher und öffne auch jungen und neuen Kundenkreisen den Zugang zu moderner Mobilität.

Jörn Meier-Berberich spricht über "Multimodalität aus Sicht des ÖPNV (Foto: Wirtschaftsrat)

Jörn Meier-Berberich, Kaufmännischer Vorstand der Stuttgarter Straßenbahnen AG Stuttgart, erläuterte anschließend den Unternehmern, welche Mobilitätskonzepte für die Fortbewegung im Öffentlichen Verkehr künftig maßgebend sein werden. „Multimodalität bezeichnet ein Vorgehen, das auf vielfältige Art und Weise erfolgen kann. Unter dem Begriff Multimodalität wird verstanden, wenn das Verkehrsmittel je nach Situation gewählt wird, Wege somit wahlweise mit dem Rad, mit dem ÖPNV oder alternativ mit dem PKW zurückgelegt werden“, erklärt Meier-Berberich.

„Die Modellregion Elektromobilität birgt große Herausforderungen, eröffnet aber auch große Chancen. Wir haben aufgrund der geografischen Lage eine schwierige verkehrische Lage in und um die Stadt. Die neuen Mobilitätskonzepte und die zunehmende Vernetzung bringen aber auch viele neue Handlungsmöglichkeiten mit sich. Megatrends wie Urbanisierung und ein verändertes Nutzerverhalten tragen das Ihrige bei. Der ÖPNV soll daher für die Verlagerung als “Rückgrat für die nachhaltige Mobilität” gestärkt werden“, so Meier-Berberich.