22. Juli 2014
Nachhaltigkeit: Daueraufgabe statt Modebegriff
„Politik und Nachhaltigkeit – das gehört zusammen!“, davon ist Andreas Jung MdB als Vorsitzender des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung überzeugt. In dieser Rolle setzt er sich für Nachhaltigkeit im parlamentarischen Prozess ein.
vlnr: Karl Heinz Auer, Dr. Peter Lang, Andreas Jung (Foto: Wirtschaftsrat)

"Nachhaltige Wirtschaft und Politik sind für die Bundesrepublik die beiden wichtigsten Faktoren für unsere Zukunft. Denn nur mit nachhaltigen Beschlüssen und Investitionen ist es möglich, die Zukunft Deutschlands aktiv und positiv zu gestalten" begrüßte Dr. Peter Lang, Sprecher der Sektion Konstanz/Westlicher Bodensee die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer im Hause der Auer Gruppe GmbH in Stockach.

Die Auer Gruppe GmbH vertreibt an fünf Standorten die Marken BMW, Mini, Alpina, Land Rover, Jaguar, Volvo, KTM und Lotus PKW. Ferner die Motorradmarken BMW, Ducati, Indian und Victory. Ein weiteres Geschäftsfeld sind zwei hochmoderne Waschstraßen (Ravensburg und Stockach). Die Firma Auer wurde 1929 vom Großvater des heutigen Inhabers und Geschäftsführers Karl Heinz Auer gegründet. Dieser leitet das Unternehmen seit 1985. „Momentan beschäftigt das Unternehmen ca. 180 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über 90 Mio. Euro“, stellte Karl Heinz Auer sein Erfolgskonzept und Geschäftsmodell vor.

Karl Heinz Auer präsentiert sein Unternehmen (Foto: Wirtschaftsrat)

Auch für Andreas Jung MdB gilt die Devise -"Heute schon an morgen denken". So versteht sich der Nachhaltigkeitsbeirat des Bundestages als "Wachhund" im parlamentarischen Prozess. Er unterzieht Gesetzesvorlagen einer Nachhaltigkeitsüberprüfung. Diese orientiert sich an der 2002 verabschiedeten Strategie für Nachhaltige Entwicklung, die vier Leitlinien vorzeichnet: Generationengerechtigkeit, Lebensqualität, sozialer Zusammenhalt und internationale Verantwortung.

Nachhaltigkeit ist damit ein ganzheitlicher Ansatz, der auf Konkretisierung angewiesen ist. Nur so kann er seine volle Wirkung entfalten. Der Beirat setzt sich dabei wie ein Ausschuss aus Mitgliedern aller Bundestagsfraktionen zusammen. In einem unterscheidet er sich grundlegend von anderen Gremien: Das Konsensprinzip wird gepflegt. Das heißt: Viele der Initiativen werden einstimmig oder mit einer breiten fraktionsübergreifenden Mehrheit beschlossen. Dadurch hat das Wort des Beirats mehr Gewicht und eine nachhaltige Politik wird schneller voran gebracht.

Andreas Jung MdB bei seinem Vortrag (Foto: Wirtschaftsrat)

„Nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität ist eine der Kernherausforderungen der Zukunft, da hier enorme CO2-Einsparungspotentiale liegen“ leitete Andreas Jung MdB zum Thema „Mobilität der Zukunft“ über. „Die Vielfalt der Angebote ist in den letzten Jahren sehr gestiegen, wie Hybrid-Technologie, rein elektrisch betriebene Fahrzeuge, und auch künftige Technologieträger wie Wasserstoff und Brennstoffzelle werden derzeit zukunftsfähig weiter entwickelt. Dennoch sind diese Technologien noch nicht in den Köpfen der Konsumenten angekommen und es herrscht bislang eher Kaufzurückhaltung am Markt. Ziel ist es, die Marktfähigkeit weiter auszubauen“ erläuterte Jung MdB den Gästen.

Ein sehr gutes Praxisbeispiel war direkt vor Ort erfahrbar: Mit BMW i entwickelt BMW ein umfassendes Konzept für nachhaltige und zukunftsweisende Mobilität. Es steht für Elektrofahrzeuge und Mobilitätsdienstleistungen, neues Design und ein neues Verständnis von Premium, das sich stark über Nachhaltigkeit definiert. Vom Know-How des vollelektrischen BMW i3 konnten sich die Unternehmer im Rahmen einer Probefahrt vor Ort selbst ein Bild machen.
„Wir haben gesehen, welche enormen Potentiale bereits heute in zukunftsfähigen Technologien gegeben sind. Die Entwicklung geht rasch voran, weshalb wir diese auch künftig aktiv begleiten möchten. Wir wollen eine ausgewogene Balance zwischen Umwelt- und Wirtschaftspolitik schaffen“ schloss Dr. Peter Lang den Abend mit Dank an alle Beteiligten ab.