13. November 2017
Nährboden bereit für Innovation im Freistaat?
Wirtschaftsrat Thüringen diskutiert mit Wolfgang Tiefensee
Foto K. Seifert: Rede von Minister Tiefensee

„Innovationen, also am Markt erfolgreiche Produkte und Anwendungen, waren und sind seit Gründung 1941 die Überlebensgarantien für unser Unternehmen. In Thüringen finden wir hierfür mit Entwicklerteams der TU Ilmenau, der Hochschule Schmalkalden und von wirtschaftsnahen Forschungszentren passende Voraussetzungen“, beschrieb und bejahte Hans-Jürgen Kern, Geschäftsführender Gesellschafter Kern Technik GmbH & Co. KG, Schleusingen am 13. November 2017 im Suhler Hotel „Goldener Hirsch“ die Basis für Innovationen aus unserem Freistaat. Er wundere sich daher, dass seine Unternehmerkollegen in der Breite diese idealen Voraussetzungen noch nicht für sich erschlossen hätten.

 

Traditionell nach Südthüringen erging auch 2017 wieder die Einladung zu „Thüringen Aktuell - Im Dialog mit der Politik“ an ein Mitglied des Kabinetts im Freistaat. Alljährlich stellen sich hier Thüringer Minister in Suhl der Diskussion mit Mitgliedern und Partnern des Unternehmerverbandes.

 

Insbesondere die Notwendigkeit der Stärkung der aktuell acht wirtschaftsnahen Forschungszentren Thüringens als Partner speziell von kleineren Unternehmen unterstrich nach Kern auch Dr. Peter Miethe, fzmb GmbH Forschungszentrum für Medizintechnik und Biotechnologie in Bad Langensalza, in seinen Ehrenämtern als Vorsitzender des FTVT Forschungs-und Technologieverbund Thüringen e. V. sowie der Thüringer Landesfachkommission Wirtschaft und Innovationen des Wirtschaftsrates Deutschland. Zahlreiche Ausgründungen hätten ihren Ursprung in diesen Dienstleistern für Forschung und Entwicklung.

 

Es bräuchte nach den Worten von Wolfgang Tiefensee, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft des Freistaats Thüringen, wirklich letztlich nur das Wollen und Handeln von zwei Thüringer Unternehmen, so die eindringlichen Worte in Richtung der Thüringer Klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU). Wissenschaftliche Einrichtungen, von Universität und Hochschule bis zu wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen, würden im Freistaat ausreichend und mit Kompetenzen unterschiedlichster Fachbereiche als Partner bereitstehen, um aus zündenden Ideen Produkte und Verfahren mit berechtigten Chancen auf Markterfolg zu entwickeln. Auch die hierbei ergänzend nötigen Finanzierungshilfen beispielsweise für Markteinführung auf Messen stünden in seinem Resort bereit zum Abruf. Ebenfalls verfügbar seien alle Bedingungen für eine belebte Gründungskultur, insbesondere aus dem wissenschaftlichen Nachwuchs heraus. Allerdings hemme das aktuell massive Werben der Wirtschaft um angestellte Entwickler und Fachkräfte die Gründungsbereitschaft.

 

Transparenz und das Wissen um die im Freistaat vorhandenen Quellen für Eigenkapital ebenso wie für Gründungs- und Projekt-Know-how müssten nach Forderung von Moderator und Sektionssprecher Dr. Wolfgang Müller, Rechtsanwälte Dr. Müller & Kollegen in Suhl sowie der Diskussionsredner breiter und stärker in die Gründerszene und Öffentlichkeit gebracht werden. „Wir sind zu langsam, bis gegründet werden kann!“, markierte Tiefensee ein weiteres Arbeitsthema für die Politik.

Foto K. Seifert: Diskussion von Dr. Peter Miethe
Foto K. Seifert: v.l.n.r. Andreas Elm von Liebschwitz, Dr. Matthias Schultz, Wolfgang Tiefensee, Dr. Wolfgang Müller, Dr. Peter Miethe
Kontakt
Andreas Elm von Liebschwitz
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Thüringen
Telefon: 0361/ 5661488
Telefax: 0361/ 5661490