05. Oktober 2017
Neue Geschäftsmodelle im Zeichen der Digitalisierung
Der Junge Wirtschaftsrat Hessen und der Junge Wirtschaftsrat Baden-Württemberg hatten unter dem Titel „Strategy drives Digital Transformation – to Blue Oceans“ zum gemeinsamen Diskurs nach Mannheim eingeladen. Holger Trautmann, Gründer der Blue Ocean Strategy Partners GmbH, und Alexander Kouril, Geschäftsführer der Connective Elements GmbH, berichteten über die digitale Marktanalyse und die Erschließung neuer Geschäftsfelder. Gastgeber war die GE Power AG, vertreten durch ihren Vorstandvorsitzenden Alf Henryk Wulf. Initiator der Veranstaltung war Holger Michaelis.
v.l.n.r.: Marco Henry V. Neumueller, Alf Henryk Wulf, Holger Trautmann, Sarah Hagenkötter, Alexander Kouril, Holger Michaelis (Foto: Wirtschaftsrat)

„Die Energiewirtschaft befindet sich massiv im Wandel“, eröffnete Alf Henryk Wulf, Vorstandsvorsitzender der GE Power AG, die Vortragsveranstaltung. Dies liege zum einen an der deutschen Energiewende und zum anderen am globalen Trend zu dezentraler Netzinfrastruktur: „Das Netz wird dramatisch komplexer“. Aus diesen Gründen begebe sich auch die GE Power AG in die digitale Offensive, wie beispielsweise mit ihrer Edge-to-Cloud App Plattform „Predix“.

„Wie mache ich Nichtkunden zu Kunden?“, fragte daraufhin Holger Trautmann und stellte ein strategisches Konzept für das Nutzen der Digitalisierung zur Gewinnung neuer Kunden vor. „Neues schaffen durch weglassen“ und nicht „mehr von dem, was mehr Umsatz bringt“ lautet ein Teil seiner Devise. Die Ausweitung der Produktpalette und Verbesserung der Produkte führe letztlich dazu, dass sich die Leistung der Produkte erhöhe, aber der Preis falle. Dieses Geschäftsfeld beschreibt er als „Roten Ozean“, während die Nichtkundenlogik und die Suche nach neuen Ertragsquellen dem „Blauen Ozean“ entsprächen.

 

Dass diese Entwicklung vor allem im Bereich der Digitalisierung zu nie dagewesener Komplexität führe, erklärte im Anschluss der Experte für Künstliche Intelligenz und Geschäftsführer der Connective Elements GmbH, Alexander Kouril. „Der große Nutzen von Künstlicher Intelligenz liegt in der Bewältigung von Komplexität“. Der Einsatz von „KI“ führe im Ergebnis zur Reduzierung von Störfällen, Personal und mithin zur Einsparung von Betriebskosten. Gleichzeitig warnte er, dass die Weiterentwicklung dieser Technologie durch die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland gehemmt sein könnte. Dies und die problematische Förderung von Jungunternehmern in diesem Bereich sind ebenfalls die Problematiken, welche der Wirtschaftsrat gezielt angehen will.

Kontakt
Michael Dillmann
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. - Landesverband Hessen
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