19. Januar 2015
Neujahrsempfang des Landesverbandes im Swissôtel
Dr. Peter Tauber zu Gast beim Wirtschaftsrat in Bremen
Der Generalsekretär der CDU Deutschland, Dr. Peter Tauber, begeisterte zahlreiche Mitglieder und Freunde des Wirtschaftsrates mit seinem Vortrag zu den „Herausforderungen für die moderne Volkspartei“.

In Zeiten von Ukraine-Konflikt, Ebola-Epidemie in Afrika oder jüngsten terroristischen Anschlägen in Paris sei es Aufgabe der Politik, klare Zeichen zu setzen, um Ängsten und Sorgen in der Bevölkerung entgegenzuwirken und einen zuversichtlichen und offenen Blick in die Zukunft zu ermöglichen.
Foto: Claudia Ahrens

Die Vorsitzende des Bremer Landesverbandes, Imke Goller-Wilberg, begrüßt die über 140 erschienen Mitglieder und Gäste des Wirtschaftsrates im Swissôtel und zog angesichts der bevorstehenden Bürgerschaftswahlen in Bremen eine kritische Bilanz für den Stadtstaat: „Bremen braucht einen Sanierer – Bremen braucht auch einen Reformer – Vor allem aber braucht Bremen einen visionären Gestalter.“

Goller-Wilberg hielt die Gäste dazu an, sich aktiv einzubringen und die Politik in Bremen mitzugestalten – ihr Appell richtete sich aber vor allem an die künftige Bürgermeisterin bzw. den künftigen Bürgermeister: „Vor allen anderen Ressorts ist das Wirtschaftsressort das wichtigste – das muss Chefsache werden. Denn eins darf man nicht vergessen – und das wissen wir Unternehmer: Bevor man Geld ausgeben kann, muss man es einnehmen. Dann erst geht’s ans Verteilen.“

Als Vertreter der Privatbank Berenberg richtete Dennis Rodiek ein Grußwort an die anwesenden Gäste. Im Namen des bremischen Traditionsunternehmens, das in diesem Jahr sein 425. Jubiläum feiert, appellierte auch Rodiek an alle, das Recht zu wählen wahrzunehmen, und betonte den Reformbedarf in Bremen.

Ferner begrüßte Jörg Kastendiek MdBB, Landesvorsitzender der CDU Bremen, die Anwesenden. Er dankte in seinem Grußwort für die gute Zusammenarbeit zwischen der CDU Bremen und dem Wirtschaftsrat und betonte die Bedeutung der Wirtschaftspolitik als zentralen Faktor in der Bekämpfung der Armut in Bremen.


Dr. Peter Tauber begann seine Ansprache mit eher nachdenklich gestimmten Worten.
Der Jahresbeginn sei traditionell eine Zeit der guten Vorsätze – eine Zeit, in der man mit Zuversicht auf das neue Jahr und in die Zukunft blicke. Angesichts aktueller Entwicklungen und Krisen herrsche jedoch zunehmend eine tiefe Verunsicherung in der Bevölkerung. Menschen sorgen sich und haben Angst vor gesellschaftlichen Veränderungen und zukünftigen Entwicklungen.

Mit den Worten des Altkanzlers Helmut Kohl: „Aus Ängsten aber kann nichts Gutes erwachsen.“ mahnte Tauber jedoch, nicht in Angst zu erstarren. Gerade die Politik dürfe in Zeiten der Sorgen und Ängste nicht die Augen verschließen – ihre Aufgabe sei es, den Menschen in Deutschland eine Orientierung zu bieten. Politik müsse Probleme beim Namen nennen, diese differenzierter beschreiben und entsprechende Lösungsansätze liefern.

Im Hinblick auf die Zuwanderungsdebatte in Deutschland sei der Schlüssel für die politischen Herausforderungen vor allem der Zusammenhalt in der Gesellschaft, um Probleme angehen zu können. Tauber sprach sich in diesem Zusammenhang für ein deutsches Leitbild auf Basis der freiheitlich-demokratischen Grundordnung aus, das Orientierung biete und zentrale Werte vermittle, aber auch einem beständigen Entwicklungsprozess unterliege.

Nicht nur hinsichtlich gesellschaftlicher Veränderungen, sondern ebenso gegenüber technischen Neuerungen appellierte Tauber für mehr Offenheit. Auch vor dem Hintergrund neuer Technologien und fortschreitender Digitalisierung sei kein ängstlicher sondern chancenorientierter Blick auf Veränderungen nötig – mit Neugier und Innovationsfreundlichkeit.

Foto: Claudia Ahrens
Foto: Claudia Ahrens