29. Januar 2015
Neujahrswirtschaftsgespräch 2015
Die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt - Perspektiven 2015/2016!?
Der wichtigste Faktor sind die Unternehmerinnen und Unternehmer selbst. „Denn sie machen Wachstum und Wohlstand überhaupt erst möglich, sie geben unserem Land die Perspektive!“.
Minister Hartmut Möllring, Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft, Sachsen-Anhalt - Bild: Internet

Nach der Begrüßung der Mitglieder und Gäste zum Neujahrswirtschaftsgespräch durch den Landesvorsitzenden Dr. Michael Moeskes und den Sprecher der Sektion Magdeburg Michael Hoffmann eröffnete Hartmut Möllring, Minister für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt, seinen Vortrag.

„Das Jahr 2014 war für Sachsen-Anhalt ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr. Die Auftragsbücher unserer Unternehmen waren gut gefüllt. Dies gilt für unsere vielen
Automobilzulieferer, genauso wie für die chemische Industrie oder unsere Handwerksbetriebe", so der Minister. Die gute wirtschaftliche Lage hätten viele Unternehmen genutzt, um zu investieren und weiter zu wachsen. Mit den Investitionen verbunden seien vielfach Neueinstellungen, die sich positiv auf den Arbeitsmarkt niederschlagen würden. Möllring: „Im vergangenen Herbst haben wir erstmals die Zehn-Prozent-Marke unterschritten, das heißt. die Arbeitslosenquote lag erstmals unter zehn Prozent. Grund hierfür ist sicherlich auch die Demographie, aber eben auch unsere erfolgreichen mittelständischen Betriebe, die neue Arbeitsplätze schaffen und bestehende sichern.“

Gut 99 Prozent der Firmen im Land seien kleine oder mittlere Betriebe. Der Mittelstand sei somit der größte Arbeitgeber im Land; er stehe für drei Viertel aller Beschäftigten und für zwei Drittel aller Umsätze im Land. Daher sei es nur folgerichtig, dass die Wirtschaftspolitik die vielen kleinen und mittleren Betriebe ins Zentrum rücke. Dafür stünde  eine Mittelstandsoffensive, die Ende 2014 auf den Weg gebracht wurde. „Und das sind wir auch schon bei den Perspektiven unserer Wirtschaft. Ziel der Mittelstandsoffensive ist es, die Perspektiven der heimischen Mittelständler zu verbessern. Wir wollen unsere vielen kleinen und mittleren Betriebe zwischen Arendsee und Zeitz noch innovativer und wettbewerbsfähiger machen. Dazu setzen wir auf die drei großen „I“ – nämlich: auf Innovationen, auf Investitionen und auf Internationalisierung,“ergänzte der Minister.

Das Wirtschaftsministerium wird die heimischen Betriebe beim Einstieg in andere Märkte bestmöglich unterstützen. Daher wurden bewährte Förderinstrumente wie die Messeförderung oder die Außenwirtschaftsberatung weiterentwickelt. Mittelständische Betriebe, die sich auf internationalen Messen oder Messen mit internationalem Charakter präsentieren wollen, könnten deutlich stärker finanziell unterstützt werden als in der Vergangenheit.

Möllring beendete seine Ausführungen, damit, dass sein Vortrag überschrieben war mit der „Perspektive unserer Wirtschaft für die kommenden Jahre. Ich denke, ich habe deutlich gemacht: Die Voraussetzungen sind gut. Die Perspektive ist also positiv – sie hängt aber von vielen Faktoren ab, die wir auch nur zum Teil selbst beeinflussen können.“
Der wichtigste Faktor aber, das seien die Unternehmerinnen und Unternehmer selbst. „Denn Sie machen Wachstum und Wohlstand überhaupt erst möglich, Sie geben unserem Land die Perspektive!“.

Im Anschluss an den Vortrag ging der weitere Abend mit vielen bilateralen Gesprächen in geselliger Runde zu Ende.