11. Mai 2017
Mitgliederumfrage
Norddeutsche Unternehmer klar gegen Rot-Rot-Grün im Bund
Ausbau der digitalen und Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur sind für die Wirtschaft besonders wichtig

Die Unternehmer in Norddeutschland haben für die Bundestagswahl am 24. September eine klare Koalitionspräferenz: Eine Umfrage unter den Mitgliedern der fünf norddeutschen Landesverbände des Wirtschaftsrates hat ergeben, dass 67 Prozent der Befragten eine Koalition von CDU und FDP bevorzugen würden. Rund 17 Prozent sind für eine Fortsetzung der Großen Koalition, verschwindend geringe 0,43 Prozent sprachen sich für ein rot-rot-grünes Bündnis aus. Der Aussage von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, „Deutschland ist kein gerechtes Land“, stimmen 74 Prozent „eher nicht“ oder „überhaupt nicht“ zu.


„Eindeutiger könnte das Ergebnis nicht sein: Die norddeutschen Unternehmer erteilen einer möglichen rot-rot-grünen Koalition eine klare Absage. Statt substanzloser, sozialpolitischer Verheißungen sind Wirtschaftskompetenz und das Eintreten für die Soziale Marktwirtschaft gefragt“, erklärt Dr. Henneke Lütgerath, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates Hamburg.

 

Die Unternehmer bewerten die länderübergreifende Kooperation in Norddeutschland grundsätzlich weder richtig gut noch schlecht. 50 Prozent der Umfrageteilnehmer sind der Ansicht, die Zusammenarbeit sei „teils gut / teils schlecht“. Etwa 24 Prozent halten sie für „relativ gut“ oder „sehr gut“, 20 Prozent für „relativ schlecht“ oder „sehr schlecht“ Allerdings sehen 43 Prozent der Befragten (über alle fünf Landesverbände) ihre unternehmerischen Interessen durch ihre Landesregierung als „relativ schlecht“ oder „sehr schlecht“ vertreten an. Insbesondere in Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind die Unternehmer unzufrieden. Lediglich 20 Prozent aller Befragten fühlen sich „relativ gut“ oder „sehr gut“ durch ihre Landesregierung repräsentiert.

 

Bei der Frage, in welchen Bereichen die größte Notwendigkeit für eine verstärkte norddeutsche Zusammenarbeit besteht, ergibt sich ein klares Bild: Am häufigsten wurden der „Ausbau der digitalen Infrastruktur“, die „Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur“ und die  „Verkürzung von Planungs- und Genehmigungsverfahren“ genannt. Aber auch Investitionen in Bildung und Wissenschaft sind ein wichtiger Faktor für die Befragungsteilnehmer.

 

Dem Brexit blicken die norddeutschen Unternehmer mit gemischten Gefühlen entgegen. 42 Prozent erwarten durch den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union „teils gute / teils schlechte“ Auswirkungen auf die norddeutsche Wirtschaft. 37 Prozent rechnen mit „relativ negativen“ oder „sehr negativen“ Folgen.

 

 

Informationen zur Untersuchungsanlage und eine grafische Aufbereitung der Umfrageergebnisse stehen rechts unter "Download" bereit. 

Kontakt
Christian Ströder
Referent für Wirtschaftspolitik
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Hamburg
Telefon: 040/ 30381049
Telefax: 040/ 30381059