08. Juni 2016
Nordrhein-Westfalen braucht eine starke und international wettbewerbsfähige Stahlindustrie
NRW ist Stahlland
Der Wirtschaftsrat Nordrhein-Westfalen hat eine Stellungnahme zur aktuellen Situation der Stahlindustrie veröffentlicht, in dem er sich für starke und international wettbewerbsfähige Stahlanbieter ausspricht.

NRW ist ein starkes Stahlland. Der hier produzierte hochwertige Stahl hat auch künftig Schlüsselfunktionen für die Wertschöpfung in Europa. In NRW werden jährlich rund 16,5 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt. Das sind 38 Prozent der deutschen Produktion.

 

Die Stahlindustrie ist ein Werkstofflieferant mit zentraler Bedeutung für die industriellen Wertschöpfungsnetzwerke. Sie ist notwendig und unverzichtbar zur Sicherung der leistungsfähigen und innovativen Industrie in NRW. Insbesondere profitieren vor ihr viele mittelständische Eigentumsunternehmen.

 

 

Fairer internationaler Wettbewerb

 

Aktuelle Verwerfungen der internationalen Stahlmärkte führen zu zusätzlichen Belastungen. Der Wirtschaftsrat Nordrhein-Westfalen spricht sich für freien und fairen Handel aus und lehnt Protektionismus grundsätzlich ab. Der Wettbewerb muss jedoch WTO-konform ausgetragen werden, da selbst die wettbewerbsstärksten Unternehmen auf Dauer nicht gegen Anbieter konkurrieren können, die mit staatlicher Unterstützung und wider marktwirtschaftliche Prinzipien operieren können.

 

 

Energie- und Klimaschutzpolitik
 

Energiewende und Klimaschutz sind zentrale gesellschaftliche Herausforderungen, denen sich auch die Stahlindustrie in NRW stellt.

 

Die Energieversorgung in Deutschland muss sicher, sauber und bezahlbar sein. Aus Sicht des Industriestandorts NRW ist besonders darauf zu achten, dass dieses Zieldreieck nicht zu Lasten der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Stahlunternehmen in ein Ungleichgewicht gerät.

 

Der Wirtschaftsrat Nordrhein-Westfalen sieht mit Sorge die Vorschläge der Europäischen Kommission zur künftigen Ausgestaltung des EU­Emissionsrechtehandels. Sie können für die Stahlindustrie in NRW existenzgefährdend sein. Die Beratungen zum EU-Emissionsrechtehandel müssen zum  Ziel haben, dass die im internationalen Wettbewerb stehenden Stahlunternehmen in NRW nicht unverhältnismäßig belastet werden.