18. März 2011
Anlässlich des „Kompetenzzentrums Deutschland“ mit den Bundesministern Dr. Hans-Peter Friedrich MdB und Dr. Peter Ramsauer MdB teilt der Wirtschaftsrat der CDU e.V. mit:
Nur schnelle Gesellschaften haben eine Zukunft!
„Mobilität, Gebäude, Kommunikation - Vernetzte Innovationen für neues Wachstum“
„Die Digitalisierung verändert die Gesellschaft in einem bislang nicht gekannten Ausmaß und einer nie dagewesenen Geschwindigkeit. Die Welt wird sich in langsame und schnelle Gesellschaften teilen. Deutschland braucht sich in vielen Bereichen nicht zu verstecken, aber beim Thema Infrastrukturausbau gehören wir eindeutig zu den Langsamen. Das ist kein Rezept für die Zukunft“, erklärte der Präsident des Wirtschaftsrates, Kurt J. Lauk, vor den über 900 Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft beim „Kompetenzzentrum Deutschland“ in Berlin.

„Wir haben einen Exportschlager: Die Angst“, sagte Lauk. Für diesen ist auch in Zukunft beim Umgang mit Großtechnologien kein Platz. Entscheidend ist der verantwortliche Umgang mit Innovationen. Gerade in wichtigen Zukunftsthemen wie modernen Antriebstechnologien, dem Effizienzmotor innovative Gebäude und den Breitbandnetzen sind wir zu langsam. Wir stehen vor tiefgreifenden Umbrüchen, die nicht alleine durch staatliche Verordnungen gelenkt werden dürfen. Trotz hoher Subventionierungen in Deutschland stammt ein Großteil der Solaranlagen aus Asien. Für mehr Geschwindigkeit ist mehr denn je Mut zu Bildung, Mut zu Wachstum und Mut zu Innovationen gefragt.

 

„Es gibt keine Innovationen ohne Freiheit. Zugleich wissen wir, dass sich jedes System ohne Regeln abschafft“, erklärte der neue Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich MdB während seines ersten öffentlichen Auftritts. „Heute gibt es keinen Bereich, in dem das Internet keine Rolle spielt. Für das Bundesministerium des Innern stehen die Chancen und die Innovationskraft im Zentrum. 40 Prozent der Produktionsfortschritte beruhen auf dem Internet. Es ist die Quelle wirtschaftlichen Wachstums. Auch die Dezentralisierung der Energieproduktion ist nur bei intelligenter Vernetzung möglich“, sagte der Minister. „Die bestehende Ordnung muss auf das Netz übertragen werden, aber wir sollten uns auch nicht scheuen, Neues zu entwickeln. Die Bereitschaft der Wirtschaft zur Selbstregulierung ist vorbildlich. Es ist richtig, dass sich der Wirtschaftsrat diesem Thema widmet“, so Friedrich. Insbesondere die Arbeit des Wirtschaftsrats-Expertenkreises „Internet und Digitale Gesellschaft“ sei wichtig für den Dialog zwischen Politik und Wirtschaft.

 

„Deutschlands Fortschritt darf nicht durch Minderheiten blockiert werden, die nur aufgrund ihrer medialen Präsenz als Mehrheit wahrgenommen werden“, sagte Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer MdB. Die Politik sei in der Verantwortung, der schweigenden Mehrheit eine Stimme zu geben. Insbesondere beim Ausbau der Energie- und Verkehrsinfrastruktur, welche für das Industrieland Deutschland die Grundlage für Wohlstand und Wachstum darstellt, müsse die Blockade der Minderheit verhindert werden.

 

„Innovationen sind die notwendige Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg“, sagte Prof. Dr. Norbert Winkeljohann, neuer Vorsitzender der Bundesfachkommission Wettbewerb und Innovation des Wirtschaftsrats und Sprecher des Vorstands von PWC. Eine zentrale Forderung ist die steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklungsausgaben in Deutschland. Auch der Bereich Venture Capital müsse ausgebaut werden. Nur mit einer engen Verzahnung von Innovations-, Infrastruktur- und Netzpolitik könne es gelingen, Deutschland zu einem Leitmarkt für moderne Mobilitätskonzepte und klimaeffiziente Technologien zu entwickeln. Eine Chancen- statt einer Risikoorientierung sowie die konsequente Erstanwendung von Zukunftstechnologien im eigenen Land seine hierfür unverzichtbar.

 

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter folgendem Link: www.wirtschaftsrat.de/wirtschaftsrat.nsf/id/kompetenzzentrum-deutschland-de

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. ist Die Stimme der Sozialen Marktwirtschaft und vertritt die Interessen von rund 12.000 Unternehmen und Unternehmern in Deutschland und Europa.

 

Kontakt
Erwin Lamberts Pressesprecher Wirtschaftsrat der CDU e.V.

Telefon: 030 / 240 87-301 Telefax: 030 / 240 87-305