27. Oktober 2016
Dauerstau im Ruhrgebiet - Verkehrsexperte sieht Silberstreifen
Oliver Wittke MdB vor Dortmunder Wirtschaftsrat
v.l.n.r. Christian Röttger, Oliver Wittke MdB (Foto: Wirtschaftsrat)

“Es ist gut, wenn sich die Politik intensiv mit der Mobilität in der Metropole Ruhr beschäftigen. Jeder wird zustimmen, dass hier was verbessert werden muss. Das Verkehrsproblem ist wichtig für die Lebensqualität und die verkehrlichen Probleme werden in den nächsten Jahren ansteigen”, erklärt der Verkehrspolitiker Oliver Wittke MdB. Zuvor jedoch gratulierte er dem einstimmig in seinem Amt als Sprecher der Sektion Dortmund des Wirtschaftsrates der CDU e.V. gewählten Unternehmer Christian Röttger, der in seiner Einführung auf die Auswirkungen der Staus im Ruhrgebiet für die Wirtschaft berichtete.

Wichtig sei es, Gewerbe- wie Wohngebiete gleichermaßen erreichbar zu halten und zugleich die Bürger vor Emissionen zu schützen. Dafür seien aber alle Verkehrsträger, also neben Straße und Schiene auch das Wasser und die Luft notwendig. Einer Bevorzugung eines Verkehrsträgers erteilte er eine Absage Maßnahmen, wie die Vorgaben eines Modalsplits taugten nicht, um die Entwicklung beim Umfang des Verkehrs umzukehren. Seiner Ansicht nach könnten die Verkehrsprobleme in der Metropole Ruhr nur gemeinsam von allen Akteuren gelöst werden. „Es ist ein Unding, dass die Nahverkehrspläne in der Region nicht aufeinander abgestimmt sind. Der RRX muss die Korsettstange des öffentlichen Verkehrs werden. Die Städte, die nicht am RRX liegen, benötigen auch eine Anbindung über Zubringer”, zählt Wittke auf. 

Dass es in der Metropole Ruhr Verkehr zu gestalten gibt, habe nach den Worten des Vorsitzenden der CDU Ruhr auch die Bundesregierung erkannt. Im neuen Bundesverkehrswegeplan seien bis 2030 mehr als sieben Milliarden Investitionen im Ruhrgebiet vorgesehen. „Damit das realisiert werden kann, muss aber auch die Straßenbauverwaltung ihre Hausaufgaben machen. Es muss rechtzeitig geplant werden. Das verbessert den Verkehr in der Region und schafft Arbeitsplätze”, so der Bundestagsabgeordnete abschließend.