02. Juli 2014
Parlamentarischer Abend der Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
Schaffung industrieller Wachstumskerne in Mitteldeutschland und Förderung der Wirtschaft durch die Politik
Im Jahr 2013 wurde in der Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund die Tradition begründet, am Vorabend des alljährlichen Wirtschaftstages gemeinsam mit den Landesverbänden Thüringen und Sachsen-Anhalt einen Parlamentarischen Abend zu veranstalten. Der diesjährige Parlamentarische Abend fand unter Federführung des Landesverbandes Thüringen in der Vertretung des Freistaates Thüringen beim Bund statt.
Dr. Michael Mertin (Foto: Wirtschaftsrat)

Neben zahlreichen Mitgliedern und Gästen des Wirtschaftsrates sowie Bundestagsabgeordneten der Landesgruppen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen waren auch Teilnehmer aus den verschiedenen Ministerien anwesend. 


Eingangs stellte Dr. Frenzel als Vertreter der Landesvertretung die eigentliche Rolle in der Politik und den Ursprung der Landesvertretungen vor. Mihajlo Kolakovic, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates in Thüringen, eröffnete und fasste seine Forderung an die Politik in folgende Punkte zusammen: Weniger Staat, weniger Steuern, weniger Schulden! Der Vizepräsident des Wirtschaftsrates und Vorstandsvorsitzende der Jenoptik AG, Dr. Michael Mertin, mahnte eine Stärkung des Industriestandortes an, verbunden mit einem länderübergreifenden intelligenten Ausbau der Infrastrukturen, wobei sein Fokus vor allem auf die Anbindung an einen internationalen HUB für Mitteldeutschland gerichtet war, der idealerweise mit einem Ausbau des sächsischen Airports in Leipzig zu realisieren sei.

 
Ein leidenschaftliches Plädoyer für die FDP und deren wichtige Funktion als liberaler und marktwirtschaftlicher Anker in Gesellschaft und Politik war von Uwe Barth, dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden der FDP und Fraktionsvorsitzendem im Thüringer Landtag zu hören. Diesen Faden griff Albert Weiler MdB auf und mahnte Kooperation der bürgerlichen Partei statt gegenseitigem Kannibalismus an und forderte die FDP auf, die Stoßrichtung ihres Vorgehens zu überdenken. Den Abschluss der Referenten bildete Mark Hauptmann MdB, der die wesentlichen wirtschaftspolitischen Schwerpunkte der aktuellen Thüringischen Regierung darstellte. 


Anschließend hatten Mitglieder aller drei Landesverbände Zeit und Gelegenheit mit ihren Bundestagsabgeordneten sowie Vertretern der Ministerien ausführlich zu diskutieren. Hierbei kamen immer wieder auch Themen, wie das Nachgeben in vielen Punkten der Koalitionsverhandlungen, so zum Beispiel bei Mindestlohn und Rente mit 63, auf.