03. Juni 2015
Parlamentarischer Abend "Digitale Agenda"
Die Anstrengungen in Richtung „Digitale Agende“ für Sachsen-Anhalt haben nicht nur Nachholbedarf, sondern brauchen ein erhebliches Maß an Mehranstrengungen
Foto: Wirtschaftsrat

Die Digitalisierung hat einen tiefgreifenden Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft in rasantem Tempo. In diesen Veränderungen liegen jedoch große Chancen für den Wohlstand, die Lebensqualität und die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft. Digitale Lösungen ermöglichen immense Fortschritte für ein besseres Leben, für umweltfreundlichere Technologien, für effizientere Mobilität, für ressourcensparende Logistik, für eine flexiblere Arbeitswelt, für mehr Lebensqualität im Alter, für leichteren Zugang zu Informationen, für fairere Chancen auf Bildung, für eine transparentere Demokratie.

Um diesen Prozess erfolgreich zu gestalten, hat sich die Bundesregierung am 20. August 2014 ambitionierte Ziele gesetzt und die Digitale Agenda verabschiedet. Sie ist als Baustein der Wirtschafts- und Innovationspolitik eines der zentralen Vorhaben der Bundesregierung. In Brüssel plant die EU-Kommission im Mai die Veröffentlichung ihrer Digitalen Binnenmarktstrategie. Sie will mit allen Binnenmarktfreiheiten den digitalen Wandel für Bürger und Wirtschaft erfolgreich umsetzen helfen.

Der digitale Wandel ist zu einer zentralen Gestaltungsaufgabe für Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik geworden. Was für Europa und die Bundesrepublik gilt, gilt erst recht für unser Bundesland in der Mitte Deutschlands. Bei allen berechtigten Fragen zu Datenschutz und Sicherheit: Politik und Wirtschaft stehen gemeinsam in hoher Verantwortung, das faszinierende Potenzial digital getriebener Innovationen zu vermitteln.

„Sachsen-Anhalt braucht eine Digitale Agenda“ - Mit diesem Positionspapier des VITM wollen wir den Diskussionsprozess initiieren und die Arbeit an einer Digitalen Agenda für Sachsen-Anhalt in die Wege zu leiten. Sie soll durch alle relevanten Akteure entwickelt und im Sinne eines langfristigen gegenseitigen Committments getragen werden.

Aus diesem Grund luden die Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände Sachsen-Anhalt e.V., der Wirtschaftsrat Deutschland, Landesverband (LV) Sachsen-Anhalt e.V., der Verband der IT- und Multimediaindustrie Sachsen-Anhalt e.V., sowie das Cluster IT-Mitteldeutschland zu einem Parlamentarischen Abend mit dem Thema „Sachsen-Anhalt braucht eine Digitale Agenda“ ein. Im Mittelpunkt des Abends standen Chancen, Herausforderungen und Wege, um die Digitalisierung der Wirtschaft und der Gesellschaft zu einem Standortvorteil für Sachsen-Anhalt werden zu lassen. Begrüßt werden konnten Rund 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft im Lichthof bei der Firma regiocom in Magdeburg

Folgende Parlamentarier waren der Einladung zu diesem Thema gefolgt:

Katrin Budde, Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD
André Schröder, Fraktionsvorsitzender CDU)
Wulf Gallert, Partei- und Fraktionsvorsitzender DIE LINKE
Olaf Meister, wirtschaftspolitischer Sprecher,  BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Dr. Tamara Zieschang, Staatsekretärin, Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft, Sachsen-Anhalt

Aus den Wirtschaftsverbänden waren folgende Vertreter anwesend:


Marco Langhof, Vorstandsvorsitzender des VITM, Sachsen-Anhalt
Klemens Gutmann, Präsident, AWSA, Sachsen-anhalt
Michael Krüger, IT Cluster Mitteldeutschland
Sirko Scheffler, Landesvorstandmitglied, Wirtschaftsrat, Sachsen-Anhalt und Vorsitzender, Landesfachkommission Internet und Digitale Wirtschaft

Zum Ende der Veranstaltung stand fest, dass die „Digitale Agenda“ für Sachsen-Anhalt nicht nur Nachholbedarf hat, sondern ein erhebliches Maß an Mehranstrengungen braucht. Hier ist Handlungsbedarf von Politik und Wirtschaft gemeinsam gefordert. 


Foto: Wirtschaftsrat