18. Juni 2013
Parlamentarischer Abend im Sächsischen Landtag
Strategien für eine zukunftsorientierte Technologie- und Innovationspolitik im Freistaat Sachsen
Die Ergebnisse des Instituts für mittelstands- und regionalentwicklung gmbh "Ökonomische Effekte der gemeinnützigen externen Industrieforschungseinrichtungen in Sachsen zum Nutzen der Industrieforschung" interessierten zahlreiche Abgeordnete der Fraktionen von CDU, FDP, SPD und Bündnis90/ Die Grünen sowie Vertreter der Staatsministerien, die sich trotz sengender Hitze zur Präsentation in den sächsischen Landtag begaben.
Thomas Schmidt MdL (Foto: Wirtschaftsrat)

Thomas Schmidt MdL und ehemaliger Vorsitzender der Enquete-Kommission „Strategien für eine zukunftsorientierte Technologie- und Innovationspolitik im Freistaat Sachsen“ führte in das Thema ein und betonte den hohen Stellenwert der Industrieforschung für die Stärkung des industriellen Mittelstandes in Sachsen.

 

Über 40 Teilnehmer folgten gespannt den Ausführungen des Projektleiters vom Institut für Mittelstands- und Regionalentwicklung Dresden, Lars Kroemer: Die vorliegende Studie erfasst die sächsischen Industrieforschungseinrichtungen (IFE) in ihrer breiten technologischen Ausrichtung. Sie beschreibt deren Entwicklung und Kooperationen mit vorrangig sächsischen Unternehmen. Auf Basis dessen werden die volkswirtschaftlichen Ergebnisse, die bestehenden Herausforderungen sowie die sich daraus ergebenden Handlungsbedarfe analysiert.

(Foto: Wirtschaftsrat)

Im lebhaften Gedankenaustausch mit den Referenten und weiteren Diskussionspartnern - Thomas Jurk MdL, Dr. Stephan Meyer MdL, Prof. Dr. Andreas Schmalfuß MdL, Michael Weichert MdL sowie Dr. Steffen Tobisch, IHD Dresden – stellte Friedmar Götz, Geschäftsführer der Vowalon Beschichtung GmbH, die Sicht eines sächsischen Unternehmens dar, das sich im globalen Markt durch Innovationen behauptet. Gerade die mittelständisch geprägten Industrieforschungseinrichtungen (IFE) bieten ihm die für den Mittelstand essentielle Forschungskooperation, die auf schnelle, effiziente und flexibel nutzbare Ergebnisse ausgerichtet ist.

Lars Kroemer, Projektleiter imreg (Foto: Wirtschaftsrat)

Den ökonomischen Nutzen der externen Industrieforschungseinrichtungen belegt die Studie nochmals explizit. Angesichts der transparenten Leistungsdokumentation waren sich alle Diskutanten schnell einig, dass die IFE einen wertvollen Beitrag für den innovativen Mittelstand in kleinteilig geprägten Strukturen und zum steten Wirtschaftswachstum in Sachsen leisten. Die bestehenden Finanzierungsmöglichkeiten für IFE sind daher prioritär zu erhalten.

Im Schlusswort betonte die Vorsitzende der Landesfachkommission Innovationsförderung und Technologietransfer des Wirtschaftsrates Sachsen, Dr.-Ing. habil. Heidrun Steinbach, dass Politik und Verwaltung die neue Förderperiode auch unter Beachtung der Potenziale der IFE auslegen sollten. Innovative Forschungsergebnisse in sächsische Wertschöpfung umzusetzen, stellt wirtschaftspolitische Zielrichtung und zugleich Maßstab dar. Frau Dr. Steinbach dankte ausdrücklich allen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die sich aktiv an der Studie beteiligt haben.