25. April 2017
Perspektivenwechsel für die deutsche Wirtschaft
Wie integriert Deutschland ausgebildete Flüchtlinge?
Auch zwei Jahre nach dem Beginn der größten Flüchtlingszuläufe, die Europa je gesehen hat, hat Deutschland noch immer mit den Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft zu kämpfen.
Christian Rauch, Jürgen Prakesch, Waltraud Weegmann und Elouan Pecheur (Foto: Wirtschaftsrat)

Der Landesverband Baden-Württemberg und die Sektion Stuttgart hatten eingeladen zum Expertengespräch mit Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, Waltraud Weegmann, Geschäftsführende Gesellschafterin der Konzept-e für Bildung und Soziales GmbH, Elouan Pecheur, Direktor des Parkhotels Stuttgart Messe-Airport in Leinfelden-Echterdingen und Jürgen Prakesch, Geschäftsführender Gesellschafter der Prakesch Zerspanungstechnik GmbH in Wernau.

 

Der demografische Wandel, der die gesellschaftlichen Strukturen in Deutschland nachhaltig beeinträchtigt, stellt auch die so solide scheinende deutsche Wirtschaft zukünftig vor große Herausforderungen im Umgang mit einem unzureichenden Angebot an Fachkräften und qualifizierten Arbeitskräften allgemein. Umso wichtiger ist es, dass Deutschland den größtmöglichen Nutzen aus den Arbeitskräften zieht, die im Zuge der Flüchtlingskrise nach Deutschland gekommen sind. 2017, zwei Jahre nach Beginn der größten Flüchtlingszuläufe, den Deutschland je gesehen hat.

Rund fünfzig Mitglieder lauschten den Vorträgen (Foto: Wirtschaftsrat)

Durch den demokratischen Wandel verändern sich die gesellschaftlichen Strukturen gesamtheitlich. Auch wenn die deutsche Wirtschaft auf den ersten Blick mehr als gut aufgestellt erscheint, kämpft das Land noch immer mit dem unzureichenden Angebot an Fachkräften und qualifizierten Arbeitskräften.

 

Rund fünfzig Teilnehmer kamen deshalb zusammen, um sich anhand von vier Beispielen aus der Praxis, die Umsetzung in den unterschiedlichsten Unternehmen und Bereichen genauer anzusehen. Ein hochrangiger Vertreter seitens der Arbeitsvermittlung, einer aus dem metallverarbeitenden Elektronik-Gewerbe, ein Vertreter der Hotellerie und Gastronomie und die Gastgeberin aus dem Bildungsbereich waren daher zusammen gekommen, mit den regionalen Unternehmern Erfahrungswerte auszutauschen. 

Ein großes Dankeschön an die Referenten für Ihre Bemühungen (Foto: Wirtschaftsrat)

Als Fazit kann man sagen, dass sich alle vertretenden Unternehmer einig waren: Durchweg gab es positive Erfahrungen zu verzeichnen. Trotzdem kam auch der Wunsch nach weiteren Verbesserungen auf. Bisher läuft es doch noch nicht so gut, wie erhofft. Besonders in der Hotellerie und Gastronomie Branche wünscht man sich noch mehr Unterstützung von größeren Branchen-Verbänden.

 

Im Großen und Ganzen kann man feststellen, dass es einige Förderprogramme für die Integration von Flüchtlingen in die deutsche Wirtschaft gibt und diese bisher auch schon, wenn vielleicht auch bisher eher kleine, Erfolge verzeichnen können.

 

Flüchtlinge pro-aktiv angehen, an die Hand zu nehmen und auch gegenüber Behörden und Bürokratie aktiv zu vertreten, stellt nach wie vor eine der großen Hemmnisse, Bremsklötze und Hindernisse angesichts unübersichtlicher Verfahren und völlig überforderter Ausländerbehörden da. Schnelle, schlanke und einfache Verfahren sowie einheitliche Ansprechpartner fordert daher die Wirtschaft und Industrie, damit endlich erfolgreiche (Arbeits-) Integration gelingen kann!