18. September 2017
Peter Altmaier nimmt Forderung des Wirtschaftsrats nach digitalem Renteninformationssystem auf
Wolfgang Steiger in FAZ: Bürger brauchen Klarheit über ihre gesamten Alterseinkünfte

Der Wirtschaftsrat bekräftigt heute gemeinsam mit Kanzleramtschef Peter Altmaier in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung seine Forderung nach einem digitalen Renteninformationssystems, das den Versicherten einen Gesamtüberblick über ihre Rentenansprüche verschafft. „Das Portal soll den Bürgern den Zugang zu einer unabhängigen Plattform bieten, die alle Ansprüche aus gesetzlicher Rente, Betriebsrente und privater Vorsorge sicher, einfach und übersichtlich zusammenfasst“, erklärt Peter Altmaier. Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, sieht angesichts des demographischen Wandels und der Überforderung der umlagefinanzierten Sozialsysteme dringenden Bedarf für mehr Eigenverantwortung: „Je transparenter für die Bürger ihre Versorgungslücken werden, desto eher können wir sie zu mehr Altersvorsorge anregen.“

Zudem fordert Wolfgang Steiger mehr Sachlichkeit in der politischen Debatte. „Wenn alle Rentenvorschläge künftig für jeden einzelnen Beitragszahler ein individuelles Preisschild tragen, sind die absurdesten Forderungen ganz schnell vom Tisch.“ Das Informationssystem müsse unabhängig von der Rentenversicherung, vom Fiskus und von der Versicherungswirtschaft sein. Liefern könnte es die „Deutsche Renten Information“, eine von Wissenschaft und Politik unterstützten Initiative für Transparenz der Alterssicherung. Deren Vorstandsvorsitzender, der Frankfurter Ökonom Andreas Hackethal, kommentiert: „In Deutschland ist die Suche nach Informationen über die individuellen Versorgungsansprüche bislang sehr verwirrend. In anderen Ländern wie Dänemark, Schweden oder Norwegen gibt es längst solche Informationssysteme.“


Peter Altmaier sieht in der Plattform die Chance, eventuell bestehende Versorgungslücken besser aufdecken zu können. „Wir wollen, dass sich jeder Bürger über Fragen der Alterssicherung gut informieren und in Zukunft besser nachvollziehen kann, welche Anwartschaften er in den verschiedenen Säulen der Alterssicherung angespart hat.“
Gegenwärtig fehlt der großen Mehrheit der Deutschen ein ausreichender Überblick über ihre eigenen Rentenansprüche. Laut einer aktuellen Studie unter Federführung des Vereins Deutsche Renten Information und der Frankfurter Goethe-Universität können 70 Prozent der Befragten ihre Gesamtrente nicht einschätzen.

 

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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