08. Juli 2019
Politischer Pflegemindestlohn ist überflüssig und schädlich
Wolfgang Steiger: Markt regelt Löhne in der Pflege am besten

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. warnt vor politischen Vorgaben für Mindestlöhne, auch in der vom Fachkräftemangel geplagten Pflegebranche. „Weil in der Pflege Fachkräfte fehlen, steigen dort die Löhne automatisch. Das ist auch gut so, denn durch diese Marktreaktion wird der Pflegeberuf für mehr Menschen attraktiv. Ein politisch gesetzter Mindestlohn, beispielsweise von 14 Euro, ist deshalb überflüssig und schädlich“, erklärt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.

Überflüssig, weil der Durchschnittslohn für Pflegekräfte in der Kranken- und Altenpflege nach Daten des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB in fünf Jahren um 13 beziehungsweise 15 Prozent auf durchschnittlich 3.337 (2017) und 2.744 (2017) gestiegen ist. „Es ist davon auszugehen, dass die Löhne weiter steigen werden. Mit einem politischen Pflege-Mindestlohn würde die Büchse der Pandora staatlicher Lohnfestsetzungen noch weiter geöffnet. Den mit politisch festgelegten Lohnuntergrenzen würde künftig in Wahlkämpfen ein Überbietungswettbewerb einsetzen. Den können aber weder Union noch SPD gegen die Populisten der Linken gewinnen. Gleichzeitig würden nicht zuletzt auch die Gewerkschaften das Fundament unserer viele Jahrzehnte erfolgreichen Tarifautonomie verlassen müssen und langfristig ihre eigene Position schwächen", ist Wolfgang Steiger überzeugt.

Kontakt
Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Pressestelle
Luisenstraße 44, 10117 Berlin

Telefon: 030 / 240 87-301
Telefax: 030 / 240 87-305

pressestelle@wirtschaftsrat.de