11. Dezember 2013
Positiver Start in eine neue Veranstaltungsreihe
1. Unternehmerfrühstück mit Michael Donth MdB
Wirtschaft und Politik bestmöglich zusammen und an einen Tisch zu bringen – dies ist das erklärte Ziel der Sektion Reutlingen/Tübingen. In kleiner Runde trafen sich Mitglieder und Gäste der Sektion, um unter der Moderation von Sprecher Werner Theis mit Michael Donth MdB zu diskutieren. Donth ist für den Wahlkreis Reutlingen in den Bundestag eingezogen und berichtet von seinen ersten Erfahrungen in der Fraktion und über die Verhandlungen zum „großen“ Koalitionsvertrag.
Zu Gast beim ersten Unternehmerfrühstück: Michael Donth MdB (Foto: Wirtschaftsrat).

„Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, als habe die SPD die Lufthoheit, so finden sich doch etliche Forderungen der CDU im Koalitionsvertrag wieder“, sagte Donth. Exemplarisch hierfür nannte er die Forderung nach solidem Wirtschaften. Keine neuen Schulden mehr ab dem Jahr 2015, keine Eurobonds und vor allem keine Steuererhöhungen.  

 

Am Thema Mindestlohn (SPD) bzw. Lohnuntergrenze (CDU) führe, so Donth, kein Weg vorbei. Faire Löhne müssen sichergestellt werden. Jedoch gibt der Abgeordnete zu bedenken, dass ein festgesetzter Mindestlohn von 8,50 Euro die Zahl der sogenannten Aufstocker nicht minimieren wird. Weiter gefährde eine gesetzlich festgelegte Lohnuntergrenze die Tarifautonomie in Deutschland.

Anlass der Diskussion mit Sektionssprecher Werner Theis (r.): Der Koalitionsvertrag der "GroKo" (Foto: Wirtschaftsrat).

Ein großes Thema war auf dem Unternehmerfrühstück auch die Energiewende. „Wir sind uns alle einig, dass die Energiewende weitergeführt werden muss“, bestätigt Michael Donth. Einzig das "Wie" gestaltet sich schwierig. Der dramatisch gestiegene Strompreis ist eine Gefahr und Belastung für Deutschland als Industrienation. 60 Prozent des Strombedarfs in Deutschland gehen von der Industrie aus. Der Strompreis ist somit Standortfrage Nummer Eins.

 

Eine Lösung für die Energiefrage hatte auch der Abgeordnete nicht parat. Sicher sei jedoch, dass die Kosten nicht weiter steigen dürften, die Ausbauziele klarer zu definieren sind und das Erneuerbare-Energien-Gesetz dringend überarbeitet werden müsse.

 

Die Diskussionsrunde hätte zweifelsohne über Stunden fortgeführt werden können – an Gesprächsstoff mangelte es nicht. Ein gutes Signal an die Sektion, die die politischen Frühstücksrunden gern 2014 fortführen würde.