18. August 2014
Prof. Kurt Lauk fordert in der F.A.Z.: Wir brauchen endlich einen Digitalen Aufbruch!
Geeignete Bedingungen nur im Ansatz vorhanden

Die F.A.Z. berichtet umfassend über "Deutschlands digitalen Dornröschenschlaf". Dabei greift sie den Forderungskatalog des Wirtschaftsrates der CDU e.V. auf und zitiert Präsident Prof. Kurt Lauk: „In Deutschland arbeiten 16 Bundesländer und der Bund seit Jahren an ihren eigenen IT- und Internet-Strategien. Der große Wurf fehlt bis heute. Wir brauchen endlich einen digitalen Aufbruch. Wir müssen die Rahmenbedingungen für deutsche Start-ups so setzen, dass neue Wettbewerber genauso kometenhaft aufsteigen können wie Google, Microsoft & Co. Die Bedingungen dafür sind nur in Ansätzen vorhanden", so Lauk. 

Die F.A.Z. fährt fort: „Die Anreizstruktur für investierende Unternehmen muss so angepasst werden, dass bis 2020 jedes Unternehmen und jeder Haushalt in Deutschland auf der Datenautobahn mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs ist“, heißt es in dem Positionspapier des Wirtschaftsrates. Kurt Lauk kritisiert die im Koalitionsvertrag angepeilte Internetgeschwindigkeit von 50 Megabit je Sekunde als nicht sehr ambitioniert. „Andere Länder sind wesentlich ehrgeiziger: In den Niederlanden ist eine flächendeckende Versorgung mit 100 Mbit/s bereits seit 2013 zu 95 Prozent erreicht, Dänemark plant dies bis 2020. In der Schweiz werden schon heute 80 Prozent aller Haushalte mit mehr als 50 Mbit/s versorgt.“ Der Breitbandausbau sei eine zentrale Voraussetzung für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort", zitiert die F.A.Z.

Von der Finanzierung des Breitbandausbaus bis zur Zuwanderung von IT-Spezialisten – der Forderungskatalog, den der Wirtschaftsrat zusammen mit der IT-Branche aufgestellt hat, ist lang. Unter anderem kritisiert der Wirtschaftsrat, dass Unternehmensanteile als Teil des Gehalts steuerpflichtig sind, auch wenn die Firma noch auf wackeligen Beinen steht – was es für Gründer schwieriger macht, gute Leute anzulocken. Außerdem sollten Verlustvorträge nicht länger verlorengehen, wenn der Anteilseigner wechselt. Desweiteren bedarf es eines Börsensegments für junge Unternehmen, wie es bereits im Koalitionsvertrag erwähnt ist. Der Wirtschaftsrat fordert zudem einen Wagniskapitalmarkt zu international attraktiven Rahmenbedingungen und Anreize, damit institutionelle Investoren ihr Geld in Wagniskapitalfonds stecken.

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der F.A.Z. vom 16. August im Wirtschaftsteil auf Seite 20.

Laden Sie hier das Positionspapier "Deutschland braucht einen Digitalen Aufbruch" herunter.

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