22. Juli 2013
Recycling in Zeiten der Globalisierung - Sinnvolle Wertstoffkreisläufe brauchen gute Infrastruktur
Betriebsbesichtigung und Unternehmensvorstellung und anschließende Diskussion mit Hermann Karl Wager, Steffen Bilger MdB, Andreas Schwarz MdL und Karl Zimmermann MdL
„Wo steht heute die Recycling-Wirtschaft? Welche Prozesse sind gegeben? Und welche Infrastrukturanforderungen stellt die moderne Kreislaufwirtschaft an die ausführenden Recyclingunternehmen? Fragen, welchen wir uns heute widmen wollen“, eröffnete Wolfgang Hauser, Sprecher der Sektion Esslingen/Göppingen, die Veranstaltung im Hause der Schrott- und Metallhandel M. Kaatsch GmbH in Plochingen.
Rundgang auf dem Gelände der Schrott- und Metallhandel M. Kaatsch GmbH (Foto: hekfoto.de)

Hermann Karl Wager, Geschäftsführender Gesellschafter der Schrott- und Metallhandel M. Kaatsch GmbH, erläuterte die veränderten Anforderungen an die moderne Kreislaufwirtschaft und lud daher zur Führung und Vorstellung der Schrott- und Metallhandel M. Kaatsch GmbH auf seinen Betriebshof ein, um modernes Recycling sehen und live erleben zu können.

 

Seit der Gründung 1948 entwickelte sich die Kaatsch GmbH von einem kleinen Familienunternehmen zu einem zertifizierten, international agierende Entsorgungsfachbetrieb mit eigenen Produktionsanlagen und mehr als 140 Mitarbeitern, der heute in Süddeutschland flächendeckend präsent ist. „Nicht nur Umdenken, sondern auch innovatives Vorausdenken“ – durch diese Stärke ist Kaatsch nun eines der führenden Unternehmen in der Recycling-Branche.

vlnr. Wolfgang Hauser, Hermann Karl Wager, Steffen Bilger MdB, Karl Zimmermann MdL, Andreas Schwarz MdL (Foto: hekfoto.de)

Ralph Wager, Geschäftsführender Gesellschafter der Schrott- und Metallhandel M. Kaatsch GmbH, zeichnete die Geschichte und Entwicklung des Unternehmens nach und gab auch einen Vergleich der heutigen stahlproduzierenden Nationen. Insbesondere China hat sich zu einem zu beachtenden Schwergewicht und Global Player im Stahlbereich entwickelt und ist damit auch einer der großen Abnehmer europäischen Altmetalls und Schrotts.

 

Modernes Recycling schlägt die Brücke und ist das Bindeglied zwischen Wirtschaft und Industrie sowie den Recyclingbetrieben. Angesichts immer knapper werdender Rohstoffe ist sinnvolle und nachhaltige (Wieder-)Verwertung von Rohstoffen und effiziente Kreislaufwirtschaft dringender denn je. Industrie und Wirtschaft benötigen hierfür gut ausgebaute Logistik- und Verkehrswege. Dazu zählen ebenso Straßenverkehrsanbindungen, wie fahrbare Wasserstraßen mittels eines gut ausgebauten und  vertieften Neckars.

vlnr. Wolfgang Hauser, Hermann Karl Wager, Ralph Wager, Steffen Bilger MdB, Karl Zimmermann MdL, Andreas Schwarz MdL (Foto: hekfoto.de)

Die Vertreter von Wirtschaft und Industrie diskutierten mit Gastgeber Hermann Karl Wager, Steffen Bilger MdB, Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages, Andreas Schwarz MdL, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen Landtagsfraktion, Vorsitzender des Arbeitskreises Verkehr und Infrastruktur und Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Infrastruktur des Landtags von Baden-Württemberg sowie Karl Zimmermann MdL, Mitglied im Petitions- und im   Ständigen Ausschuss des Landtages von Baden-Württemberg unter dem Motto „Recycling in Zeiten der Globalisierung – Sinnvolle Wertstoffkreisläufe brauchen gute Infrastruktur“.

 

Sie sprachen dabei sowohl über die Bedeutung modernen Recyclings, den sparsamen und effizienten Umgang mit Rohstoffen und Industriegütern, wie auch die Frage, wie der Anspruch, die Entwicklungen in der Recycling-Branche permanent und als Schrittmacher voranzutreiben, tatsächlich umgesetzt werden kann.

 

Einhelliger Meinung waren die Abgeordneten in der Frage der Notwendigkeit des Ausbaus des Neckars auch von Heilbronn bis nach Plochingen, um die Fahrbarkeit mit Schiffen bis zu einer  Länge von 135 Metern zu gewährleisten, indifferent waren dabei die Ansichten und Positionen, wie dies künftig finanziert werden soll.

 

Wolfgang Hauser zitierte Mark Rutte, Ministerpräsident des Königreichs der Niederlande: „Wir wollen nicht die Gegensätze betonen, sondern die Gemeinsamkeiten ermitteln und diesen dienen. Wir fordern daher auf, alle Kraftanstrengungen zu bündeln und den Neckarausbau auch von Heilbronn bis Plochingen anzugehen und durchzuführen. Der Bedarf und die Notwendigkeit ist gegeben. Jetzt gilt es, zügig an die Umsetzung zu gehen!“, schloss er dankend ab.