30. August 2012
Zur Diskussion um die Einschränkung gründerfreundlicher Rahmenbedingungen für Start-up-Unternehmen erklärt der Präsident des Wirtschaftsrates, Kurt J. Lauk:
Risikobereitschaft junger Unternehmer nicht durch neue Steuerbelastungen zerstören

„Deutschlands Wirtschaft ist so stark, weil wir einen starken Mittelstand haben“, sagt Kurt J. Lauk, Präsident des Wirtschaftsrates der CDU e.V. „Damit das so bleibt, brauchen wir gründerfreundliche Rahmenbedingungen. Um so schlimmer ist es, dass bestehende Wettbewerbsvorteile wie die steuerliche Begünstigung von ‚Business Angels’ nach den Plänen der Bundesländer mit dem Jahressteuergesetz 2012 abgeschafft werden sollen“, betonte Lauk. Wir brauchen auch in Zukunft Menschen, die bereit sind, Unternehmen zu gründen und damit den Grundstein für Wachstum, Innovation und Arbeitsplätze in unserem Land zu legen. „Die vollständige Aufhebung dieser steuerlichen Begünstigung führt zur Abschreckung von Kapitalgebern und verhindert, dass mutige Gründer mit neuen Ideen Unternehmen aufbauen können“, mahnte Lauk. „Die Bundesregierung sollte diesem Bundesratsvorhaben nicht zuzustimmen.“

"Der Europäische Gerichtshof verlange zwar eine Gleichbehandlung in- und ausländischer Beteiligungsgeber. Der Vorschlag der Bundesländer aber, deshalb die inländische Steuerbefreiung für Kapitalerträge aus Streubesitz bis zu einer Beteiligungshöhe von zehn Prozent gänzlich aufzugeben, würde die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland für viele Entrepreneure mit einem Schlag zunichte machen. Dabei zeigt ein Blick auf die digitale Wirtschaft  die riesigen Fortschritte in der deutschen Gründerszene deutlich: Berlin ist heute führender Standort für Internet-Start-ups in Kontinentaleuropa. Solche Wettbewerbsvorteile dürfen wir nicht leichtfertig verspielen“, so Lauk. Immerhin zögen Investments in Unternehmensgründungen kurz- bis mittelfristig häufig auch ein Vielfaches an Einnahmen für Staat und Sozialversicherungskassen nach sich.

Weiterführende Informationen:

Themenseiten 'Haushalt, Steuern und Finanzen' und 'Netz- und Medienpolitik'

 

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