05. September 2013
Sektion Groß-Gerau
Rot-Grüne Steuerpläne Gift für wirtschaftliche Entwicklung
Dr. Franz Josef Jung MdB, Verteidigungsminister a.D., referierte beim Wirtschaftsrat
„Diejenigen, die in Deutschland Arbeitsplätze schaffen, die unser Land nach vorne bringen - die Unternehmer - dürfen keine Steine in den Weg gelegt bekommen“. Dies sagte Franz Josef Jung MdB, Verteidigungsminister a.D., bei einer Vortragsveranstaltung der Sektion Groß-Gerau in Riedstadt-Goddelau.
v.l.n.r.: Reinhard Jost; Josef Kurz; Dr. Franz Josef Jung (Foto: Wirtschaftsrat)

Jung kritisierte die Steuerpläne von SPD und Grünen. Die Einführung einer Vermögenssteuer, Änderungen bei der Erbschaftssteuerregelung und die Abschaffung des Ehegatten-Splittings bezeichnete er als politisches Gift für eine positive wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands. Entlasten statt belasten sei der richtige Weg, um wirtschaftliche Impulse zu setzen, Freiräume zu schaffen und Kreativität anzuregen.

Vielen Bürgerinnen und Bürgern sei nicht bewusst, dass eine Vermögenssteuer keine Reichensteuer sei, sondern das Betriebsvermögen betreffe, so Jung. Etwa müsse ein Unternehmen, das keinen Gewinn erzielt, trotzdem Steuern auf sein Betriebsvermögen zahlen. Dies gehe an die Substanz, koste Betriebsexistenzen und Arbeitsplätze.

 

Die jetzige Erbschaftssteuer der christlich-liberalen Koalition sehe vor, dass Familienbetriebe, die von den Nachkommen weitergeführt werden, erbschaftssteuerfrei sind, erklärte der Referent weiter. Diese Regelung wolle die SPD abschaffen und die Erbschaftssteuer verdoppeln. Dadurch würden wiederum Arbeitsplätze gefährdet. In der Abschaffung des Ehegatten-Splittings, das einem Durchschnittshaushalt circa 4500 Euro bringe, sieht der CDU-Politiker außerdem einen „Angriff auf Ehe und Familie“.

Zum Abschluss gratulierte Jung dem Wirtschaftsrat für 50 erfolgreiche Jahre und würdigte sein Engagement. Der Wirtschaftsrat sei eine wirkliche Stimme der Sozialen Marktwirtschaft. Er müsse auch weiter tatkräftig unterwegs sein, damit Deutschland im Interesse der Sozialen Marktwirtschaft, aber insbesondere im Interesse der Bürgerinnen und Bürger, auf einem guten, erfolgreichen Weg gehalten werde.