29. November 2012
"Zukunftsdialog - Gesundheitswirtschaft in Sachsen-Anhalt"
"Gesundheitswirtschaft in Sachsen-Anhalt - Eine Branche mit Wachstumspotenzial": Aus Sicht der Landesfachkommission Gesundheitswirtschaft besitzt die Gesundheitswirtschaft in Sachsen-Anhalt ein großes Wachstumspotenzial. Um dieses Leistungsvermögen ausschöpfen zu können, kann die Branche jedoch auf ein gut ausgebautes Netzwerk nicht verzichten.

Wie ist die Gesundheitswirtschaft in Sachsen-Anhalt aufgestellt? Um dieses Thema zu diskutieren, trafen sich rund 50 Mitglieder und Gäste der Landesfachkommission Gesundheitswirtschaft am 29. November 2012 in Magdeburg. Die Veranstaltung gab unter dem Fokus "Zukunftsdialog - Gesundheitswirtschaft in Sachsen-Anhalt" einen Einblick in die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung dieser Branche des Bundeslandes. Dabei beschäftigten sich die Anwesenden nicht nur mit dem Ist - Zustand der Branche, sondern vor allem mit ihrem Zukunftspotential.

Nach einleitenden Worten von Jens Hennicke, Leiter der Landesfachkommission, bescheinigte Sozialminister Norbert Bischoff (SPD) den Wachstumstrend der Branche. Auf der einen Seite stieg die Zahl der Beschäftigten zwischen 2007 und 2011 um ganze acht Prozent, auf der anderen Seite gewinnen Branchen wie die der Biotechnologie zunehmend an Einfluss und Bedeutung. Der anhaltende demografische Wandel verstärkt das Gesundheitsbedürfnis der alternden Gesellschaft und schafft auch zukünftig eine hohe Nachfrage an Dienstleistungen.

Dr. Arno Brandt, Büroleiter des CIMA Institut für Regionalwirtschaft Hannover, präsentierte anschließend die Ergebnisse der Studie "Die Gesundheitswirtschaft in Sachsen-Anhalt", die im Jahr 2011 von der Nord/LB in Auftrag gegeben wurde. Die Studienergebnisse dokumentieren, dass sich die Gesundheitswirtschaft in Sachsen-Anhalt im Bereich des Bundesdurchschnittes befindet. Klares Ergebnis der Studie ist, dass trotz des anhaltend positiven Trends der Branche noch ein eigenes Profil sowie Alleinstellungsmerkmale fehlen. Vor allem ist eine Abgrenzung zu den anderen Bundesländern entscheidend.

Vorbildfunktion haben hier die Bundesländer Saarland und Mecklenburg-Vorpommern, die durch Werner Schreiber, ehemaliger Sozialminister Sachsen-Anhalts, und Dr. Wolfgang Blank, Geschäftsführer, BioTechnikum / BioCon Valley GmbH Greifswald, vertreten wurden. Beide unterstrichen, dass die Förderung der Gesundheitswirtschaft nicht zwangsläufig auf Initiativen der Politik zurückgehen muss, sondern alle Beteiligten ihren Beitrag an der Gesundheitswirtschaft leisten müssen. So vertraut das Saarland schon länger auf ein Netzwerk, in dem stetig Kontakte geknüpft werden.

Unter der Moderation von Heiner Tognino, Chef Producer, MDR Sachsen-Anhalt wurden auf der abschließenden Podiumsdiskussion die Inhalte der Vorträge, die aktuelle Situation im Land und die Zukunftsaussichten noch einmal mit den Podiumsteilnehmern sowie den Mitgliedern und Gästen diskutiert.


Fazit der Veranstaltung:


Die Gesundheitswirtschaft in Sachsen-Anhalt befindet sich auf einem sehr guten Weg, dennoch bleibt viel zu tun. Dem Bundesland fehlen handlungsfähige Strategien zur Förderung der Branche sowie ein geeignetes Netzwerk, um den Entwicklungsprozess weiter voranzutreiben.

Bilder zur Landesfachtagung der Landesfachkommission Gesundheitswirtschaft und -politik
Jens Hennicke, Leiter der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse Sachsen-Anhalt und Vorsitzender der Landesfachkommission Gesundheitswirtschaft und -politik des Wirtschaftsrates, Landesverband Sachsen-Anhalt
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