23. April 2015
Sächsisch-Bayerische Wirtschaftstage
Der Mittelstand im digitalen Aufbruch
Einer mittlerweile 25jährigen Tradition folgend, fanden die jährlich wechselnden Sächsisch-Bayerischen Wirtschaftstage am 23. und 24. April diesmal im Freistaat Bayern statt.
Der für die Bayern schon traditionelle Veranstaltungsort „Kloster Banz“ gab auch diesmal für die Referenten Markus Blume MdL, Vorsitzender der CSU-Grundsatzkommission, Jochen Wießler, Mitglied der Geschäftsleitung SAP Deutschland, Florian Seitner, Cyber Allianz-Zentrum Bayern, Tim Brauckmüller, Geschäftsführer Breitbandbüro des Bundes, Dr. Dirk Orlamünder, Abteilungsleiter Grundsatz im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie Markus Putschli, Vorstand der e-dox AG den angemessenen Rahmen.
(Foto: Ulrich Vellguth, Sprecher der Sektion Zwickau)

Nach Begrüßung durch den Präsidenten des Wirtschaftsbeirates, Dr. Otto Wiesheu, am 23. April folgten die Teilnehmer den Vorträgen zu Apps, Cloud und Big Data als Zukunft des Mittelstands in der Wirtschaft 4.0 um unter cyber-Sicherheitsgesichtspunkten Zukunftsantworten zu finden, da im digitalen Zeitalter nichts so bleiben wird, wie es war. Die aus den Vorträgen aufgeworfenen Fragen wurden durch die Anwesenden bis tief in die Nacht diskutiert. Kulturell umrahmt wurde der Tag durch eine musikalische Einlage der jungen Pianistin Nina Scheidmantel, die im Kaisersaal am Flügel brillierte.

 

Der Folgetag widmete sich dann im Wesentlichen der flächendeckenden Breitbanderschließung, welche auch als Fundament des Digitalen Hauses bezeichnet werden kann. Der Digitalisierung können wir uns nicht mehr entziehen. Überall in unserem Lebensalltag, in unserer Kommunikation oder den ökonomischen Prozessen ist der digitale Wandel präsent und verändert sukzessive die Strukturen. Mit den Enthüllungen über den grenzenlosen Zugang zu Informationen und Daten weltweit sind der anfänglichen Euphorie
deutliche Skepsis und Vorbehalte gefolgt. Zu Recht, wenn es sich um hochrelevante Unternehmensdaten handelt, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit preisgeben
würden.

Und dennoch: Die digitale Revolution lässt sich nicht aufhalten. Statt bestimmt zu werden, besteht die einzige Alternative auch für den Mittelstand darin, den digitalen Fortschritt anzunehmen, zu gestalten und mitzuprägen. "Es ist höchste Zeit", resümiert Simone Hartmann, Landesvorsitzende des Wirtschaftsrates Sachsen, "wenn man bedenkt, dass gemäß relevanter Studien 80% der Unternehmen in Deutschland davon ausgehen, dass der Digitale Wandel erhebliche Auswirkungen auf ihre Geschäftsmodelle und Prozesse haben wird, jedoch erst 50% dieser Unternehmen eine entsprechend weitsichtige Strategie haben, wird diese abwartende Haltung auch daran liegen, dass seitens der Politik Wert darauf gelegt wird, dass die flächendeckende Erschließung mit 50mBit konsequent vorangetrieben wird."

(Foto: Wirtschaftsbeirat Bayern)
(Foto: Wirtschaftsbeirat Bayern)

VIP-Lounge Exklusiv für Mitglieder
Die Präsentation von Tim Brauckmüller, Geschäftsführer Breitbandbüro des Bundes, zum Thema "Koordinierter Breitbandausbau - Sachsen und Bayern im Bundesvergleich" können Mitglieder hier exklusiv herunterladen.