05. Juni 2014
Mobilität im 21. Jahrhundert
Sächsisch-Bayerische Wirtschaftstage
Die traditionellen Wirtschaftstage gemeinsam mit den bayerischen Unternehmerfreunden des Wirtschaftsbeirats Bayern veranstaltete der Landesverband Sachsen des Wirtschaftsrates diesmal in der Robert Schumann- und Automobilstadt Zwickau.
Simone Hartmann, Landesvorsitzende, Wirtschaftsrat Deutschland, Landesverband Sachsen (Foto: Wirtschaftsrat)

Mit tatkräftiger Unterstützung des Vorstandes der Sektion Zwickau, dem auch an dieser Stelle nochmals ausdrücklich zu danken ist, gestalteten sich die beiden Tage mit einleitender Stadtführung, gelungener Abendveranstaltung sowie abschließender Besichtigung des August Horch Museums für die Mitglieder von Wirtschaftsrat und Wirtschaftsbeirat sowie deren Gästen, zur Abrundung des thematischen Teils der Veranstaltung auch im Rahmenprogramm, äußerst informativ und unterhaltsam.

 

Am ersten Veranstaltungstag erhielten die Teilnehmer nach offizieller Eröffnung durch die Landesvorsitzende, Simone Hartmann, eine Grußnote des sächsischen Staatsministers Markus Ulbig sowie die Begrüßung durch die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Pia Findeiß, zunächst im Rahmen der Vorträge von Prof. Dr. Matthias Richter, dem Prorektor der Westsächsischen Hochschule Zwickau, sowie von Dirk Vogel, dem Geschäftsführer der RKW Sachsen GmbH, in der Aula der Westsächsischen Hochschule einen konkreten Einblick in das 'Forschungsprofil Mobilität` der Hochschule sowie die Zusammenarbeit zwischen Universität und Automobilzulieferern in Sachsen. Zwischen den Vorträgen war für alle Teilnehmer Gelegenheit, den Elektro-Rennwagen 2010 der Hochschule zu begutachten sowie mit Mitgliedern des sehr erfolgreichen Racing-Teams der Hochschule ins Gespräch zu kommen.

Im sich anschließenden zweiten Veranstaltungsteil schilderte zunächst der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Mittelsachsen GmbH, Dr. Harald Neuhaus, den Sachstand des Chemnitzer Modell im ÖPNV und gab zugleich Ausblick auf die zu erwartenden weiteren Entwicklungsstufen. Sehr anschaulich wurde klar, wie mit Kreativität unterschiedliche Verkehrsträger zu einem effizienten Gesamtkonzept verbunden werden können.

Nachdem der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Rainer Bomba, seine Teilnahme kurzfristig absagen musste, konnte die Unterabteilungsleiterin für Verkehr und Forschung, Sabine Worringen, gewonnen werden, die zum aktuellen Stand des Bundesverkehrswegeplans ausführte und im Anschluss Fragen und Anregungen mit zurück nach Berlin genommen hat.

Am Folgetag, im August Horch Museum, begrüßte zunächst der Präsident des Wirtschaftsbeirates Bayern, Dr. Otto Wiesheu, die Teilnehmer, bevor Alexander Lerch, Vorsitzender des Ausschusses Mittelstandspolitik die Moderation des weiteren Tagungsverlaufes übernahm.

„What cities want“ fragte Stefan Klatt, Leiter der Abteilung Public Affairs bei MAN SE. im Rahmen seines Vortrags und stellte damit eine von MAN initiierte Studie vor, bei welcher Stadtplaner ausgewählter Metropolen zur geplanten Infrastrukturentwicklung befragt wurden. Daraus leitete er innovative Lösungsansätze, insbesondere für die Mobilität in Metropolen ab, die sich aber auch auf Großstädte und Städte übertragen lassen.

Nach diesen Ausführungen zur Personenmobilität schloss Prof. Dr. Claus C. Berg, Vorsitzender der Gesellschaft für Verkehrsbetriebe und Logistik e.V. und Bezirksvorsitzender des Wirtschaftsbeirates in Regensburg, mit seinem Vortrag zum Güterverkehr in Städten „City-Logistik 4.0“ an und hatte aus wissenschaftlicher Sicht mit der webgestützten Aufsplittung von Logistikketten, citynahen Distributionscentern sowie elektromobiler „Endbelieferung“ visionäre Lösungsansätze für den stetig steigenden Güterverkehr in Städten.

Den Vorträgen schloss sich ein gemeinsamer Imbiss sowie die Besichtigung des August Horch Museums als Abschluss der Wirtschaftstage an.