25. September 2012
Schalke ist ein wichtiger regionaler Standortfaktor!
Finanzvorstand Peter Peters zu Gast beim Bottroper Wirtschaftsrat
Sport ist ein wichtiger Imageträger für die Region, stellte Harald Lubina, Sprecher der Sektion Bottrop, in seiner Einleitung zu einer Diskussionsrunde mit Peter Peters, Finanzvorstand des Erstligavereins FC Schalke 04 aus dem benachbarten Gelsenkirchen, fest. „Insbesondere im nördlichen Ruhrgebiet, wie in Bottrop, sind wir mit Schalke 04 seit Jahrzehnten eng verbunden.“
Peter Peters (Foto: Wirtschaftsrat)

Peters hob in seinem Vortrag vor dem Wirtschaftsrat in Bottop hervor, dass der FC Schalke 04 nicht nur ein Traditionsverein sei, sondern er verfüge zudem über eine bundesweite Anhängerschaft. „Durchschnittlich 105 Kilometer fahren unsere Fans zu den Heimspielen in der Arena“, veranschaulichte er.

 

Augrund regelmäßiger Fanbefragungen sei feststellbar, dass das Ruhrgebiet von Außenstehenden deutlich positiver beurteilt werde, als die Region dies selbst tue. „Man muss das Schicksal in die Hand nehmen und darf nicht klagen, sondern man muss handeln.“ – Nach dieser Devise sei Schalke vorgegangen und habe eine neue Sportstätte für rund 400 Millionen Mark gebaut. Ein wenig enttäuscht zeigte sich Peters über das mangelnde Vertrauen der nordrhein-westfälischen Banken. Selbst die WestLB habe sich trotz einer Landesbürgschaft nicht an der Finanzierung der Arena beteiligt. Statt dessen sei die HSH eingesprungen. Schalke habe die Arena zu einem guten Preis bauen können und einen „signifikanten Mehrwert“ erhalten. Er gehe davon aus, dass die Örtlichkeit noch gute zehn Jahre nach Rückzahlung der Kredite genutzt werden könne und Schalke so wirtschaftlich die Voraussetzung erhält, auch künftig mit zu den besten Mannschaften der 1. Bundesliga zu zählen.

 

Schalke, daran ließ Peters keinen Zweifel, werde die bestehenden Verbindlichkeiten von 180 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren zurückzahlen. Grundvoraussetzung dafür sei sportlicher Erfolg: „Finanzielle Konsolidierung und sportlicher Erfolg hängen eng miteinander zusammen. Wir halten an diesem Ziel fest. Das heißt, in den nächsten zehn Jahren die Verbindlichkeiten, die es noch gibt, weiter abzutragen und auf Null zu setzen.“ So sei es notwendig, dass der Verein in den nächsten Jahren sowohl in der Europa- wie in der Champions League spielen müsse, aber auch, dass die Arena als Veranstaltungsort von Künstlern und für andere Events genutzt werde.