18. Juni 2014
Schon einmal hat ein deutsch-französischer Tabubruch den Euro entscheidend geschwächt
Kurt Lauk: Vizekanzler Gabriel sendet aus Paris völlig falsches Signal an Euro-Partner und internationale Märkte

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. kritisiert den Vorstoß von Vizekanzler Sigmar Gabriel zur Lockerung der Anstrengungen zur Konsolidierung der Staatsfinanzen in den Hauptschuldnerländern der Euro-Zone. "Damit wird ein völlig falsches Signal an die Euro-Partner und die internationalen Märkte gesendet. Schon einmal wurde durch ein Zusammenspiel mit Paris ein folgenreicher Tabubruch begangen, der den Euro entscheidend geschwächt hat. Wir wissen heute, dass die Aushöhlung des Stabilitätspaktes vor gut 10 Jahren Frankreich nichts genützt hat, sondern es zum kranken Mann Europas hat werden lassen", forderte Prof. Kurt J. Lauk, Präsident des Wirtschaftsrates.

Lauk weiter: "Nachdem schon Martin Schulz in Europa allen nach dem Munde redet, erwarten wir wenigstens von unserem Vizekanzler Sigmar Gabriel, dass er die solide deutsche Europapolitik der letzten Krisenjahre nicht öffentlich untergräbt. Man kann es sich nicht schönrechnen: Es gibt keine guten und schlechten Schulden! Wenn wir die gerade erst beschlossenen neuen Stabilitätskriterien gleich schon wieder aufweichen, dann nimmt sie keiner mehr ernst. Beim Stabilitätskurs in Europa muss gerade Deutschland Steherqualitäten zeigen."  

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