11. September 2017
Schutz auf Verfolgte und wirklich bedrohte Menschen konzentrieren
Wolfgang Steiger: Gesteuerter Familiennachzug nötiges Signal in die Herkunftsländer - Einwanderungsgesetz in nächste Legislaturperiode notwendig

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. hält es für erforderlich, den Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte zu steuern und zu beschränken. "Dies ist auch ein notwendiges Signal in die Herkunftsländer, nicht die Söhne mit den Familienersparnissen für Schlepper auszustatten und sich Hoffnungen auf Nachzug zu machen. Der Schutz unseres Asylrechts für Verfolgte und wirklich bedrohte Menschen ist ein sehr hohes Gut. Es muss auf sie konzentriert werden. Wir werden in den nächsten Jahren neben der Zuwanderung über das Asyl- und Flüchtlingsrecht sowie innerhalb der EU auch die gezielte Anwerbung von Fachkräften durch ein transparentes Einwanderungsgesetz forcieren müssen. Deutschland wird sich wie die klassischen Einwanderungsländer auch verstärkt um Einwanderer bemühen müssen, die nötige Qualifikationen mitbringen. Das ist ein legitimes Interesse eines jeden Landes", unterstreicht Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.     

Der Fachkräftemangel wird zur Wachstumsbremse Nummer Eins, wenn Deutschland nicht entschlossen gegensteuert. "Nicht jede Einwanderung nützt, vor allem nicht, wenn hohe Sozialleistungen locken. Es ist alarmierend, wenn das DIW rund 2,5 Millionen fehlende Arbeitskräfte bis 2040 vorhersagt, Prognos sogar über drei Millionen. Dabei wird schon davon ausgegangen, dass das Erwerbspersonenpotenzial der Bundesbürger noch besser als bisher ausgeschöpft wird und beispielsweise die Erwerbsquote von Frauen weiter ansteigt", erklärt Wolfgang Steiger.

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