20. November 2015
Die Sektion Nordfriesland zu Gast im Hause Green TEC
Sicherheit und Integration werden die zentralen Herausforderungen
Gunnar Uldall, ehemaliger Wirtschaftssenator der Hansestadt Hamburg und seit einigen Monaten Vorsitzender des Wirtschaftsrates der CDU e.V., sprach am 20.11.2015 bei seinem Besuch der Sektion Nordfriesland Klartext. Eine Integration der Flüchtlinge, die in großer Mehrheit unterhalb
des Hauptschulniveaus vorgebildet sind, kann ohne eine funktionierende Wirtschaft nicht gelingen.
Marten Jensen (3.v.l.) lud die Sektion Nordfriesland in sein Unternehmen Green TEC ein. (Foto: Wirtschaftsrat)

Das setze erstens finanzpolitische Stabilität voraus: Die schwarze Null muß stehen! Die Erbschaftsteuer dürfe nicht verschärft werden, sonst haue man sich sein Standbein weg. Zweitens dürften die Infrastrukturinvestitionen nicht gebremst werden. Angesichts von 2.000
maroden Brücken sei es allerhöchste Eisenbahn. Und drittens sollten die Rahmenbedingungen
stimmen. Ein Mindestlohn von 8,50 Euro für Flüchtlinge sei inkompatibel, und Leiharbeit dürfe
nicht weiter reglementiert werden. Auf diese Punkte sei zu achten, damit die Wirtschaft die Lasten schultern könne, die durch die Flüchtlinge entstehen werden.

Daß die Sicherheitsbedürfnisse zukünftig steigen werden, da waren sich alle Teilnehmer der Sektion Nordfriesland einig. Das gelte sowohl für die Bürger, die eine Zunahme der Kriminalität
erwarten, als auch für Unternehmen, die durch geschultes Personal Unglücksfälle vermeiden möchten.

Marten Jensen hat das früh erkannt und für die Offshore-Windindustrie ein Ausbildungszentrum gebaut. Dieses biete zertifizierte Lehrgänge an, die vom Arbeitgeber für die Betriebsgenehmigung von Offshore-Anlagen nach zuweisen sind. Dazu habe man optimale Trainingsbedingungen geschaffen, vor allem eine Welle von 2,70 Meter Höhe, womit man weltweit als einziger Nordseebedingungen simulieren könne. Deshalb seien alle acht Ausschreibungen deutscher Spezialkräfte gewonnen worden und Nachfragen aus weiteren Branchen wie den Kreuzfahrtreedereien eingegangen.


Jensen hat der positiven Entwicklung bereits Rechnung getragen und ein Gästehaus im Bau. Derzeit hoffe er auf eine positive Entscheidung der Siemens AG, die ihr Welttrainingszentrum in
Enge-Sande oder in Dänemark bauen möchte. Aber Jensen hat noch weitere Eisen im Feuer. Die Easy Wind GmbH bietet Kleinwindanlagen und die GreenTEC setzt komplementär auf den Durchbruch der Elektromobilität als Abnehmer der lokalen Windenergieerzeugung. Alle diese Unternehmungen hätten ihren Sitz auf dem gastgebenden GreenTEC-Campus, einem  ehemaligen Bundeswehrgelände, das inzwischen zwölf Firmen angesiedelt habe. Weitere
sollen folgen, da ist sich Jensen sicher, nach dem Boom für „safety“ komme jetzt der Ruf nach „security“.

 

Uldall sieht das ähnlich und freut sich sichtlich über die positive unternehmerische Entwicklung,
die ihm auf seinem regelmäßigen Weg ins Urlaubsdomizil bisher verborgen geblieben war.

Kontakt
Dr. Bertram Zitscher
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Schleswig-Holstein
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