03. April 2014
Sitzen wie auf Wolke 7
Die Sektion Hohenlohe/Schwäbisch Hall verschaffte sich einen Eindruck über den Sitzspezialist RECARO und seine Flugzugsitzsparte.
„Sich vom Sattlermeister zum Global Player zu mausern und dennoch seine Ursprünge nicht zu vergessen, das ist eine dieser typisch schwäbischen Erfolgsgeschichten“, schwärmte Sektionssprecher Manfred Kurz.
Joachim Ley (Foto: Wirtschaftsrat)

Das bereits 1906 gegründete Unternehmen machte sich zunächst als Karosseriezulieferer in der Automobilbranche einen Namen. Als 1963 Porsche die Karosseriefabrik übernimmt, wird aus ‚Reutter Carosserien‘ das Unternehmen ‚RECARO‘: Das mittelständische Familienunternehmen revolutioniert mit kompromissloser Qualität und unbedingter Professionalität die Welt der Autositze und nutzt sein Know-How zur Expansion in weitere Branchen. Dazu zählt ab 1971 auch die Produktion von Flugzeugsitzen. Einer der ersten Großauftraggeber: Die Deutsche Lufthansa.

Manfred Kurz und Joachim Ley (Foto: Wirtschaftsrat)

„Wir sind einer der attraktivsten Arbeitgeber in der Region Schwäbisch Hall und unterhalten zugleich Produktionsstandorte in Polen, Südafrika und den USA“, erläuterte der Gastgeber Joachim Ley, Vice President Supply Chain und Mitglied der Geschäftsleitung, die Standortpolitik. Das Netz an Service Centern erstreckt sich sogar bis in den Nahen Osten, Asien und Australien. Mehr als 1.600 Mitarbeiter sind in der Konzernzentrale in Schwäbisch Hall und weltweit für das Unternehmen tätig. Mit einem Umsatz von über 309 Millionen Euro zählt es zu den drei größten Flugzeugsitzherstellern.

Ehrung von Otto Beilharz für 30-ig jährige Mitgliedschaft im Wirtschaftsrat (Foto: Wirtschaftsrat)

Das Erstaunen der Mitglieder über die Innovationsfähigkeit und die konsequente Weiterentwicklung der Produktpalette brachte Kurz am Ende auf den Punkt: „Es ist beeindruckend, was sich hier aus einem Karosseriebetrieb entwickelt hat und es beweist, dass kluge Köpfe die wichtigste Ressource für den deutschen Wirtschaftsstandort ist.“