28. Januar 2021
Smartes Leben in der Zukunft - Erfurter Brühl wird Reallabor
Unsere Thüringer Landesfachkommission Internet und Digitale Wirtschaft diskutiert zu Bauhaus Mobility Lab
Foto: Screenshot WR Teilnehmer

„Im laufenden Prozess der Transformation werden sich durch die Digitalisierung disruptive, also bestehende Strukturen zerstörende, Veränderungen ergeben“, ist sich Frank Schnellhardt, Geschäftsführer der Ilmenauer INNOMAN GmbH und Projektinitiator des Bauhaus Mobility Lab in Erfurt sicher. Um Dienstleistungen und Produkte zu testen und deren Effekte für die Bereiche Mobilität, Energie und Logistik besser oder überhaupt prognostizieren zu können, erhielt das Konsortium den Förderzuschlag für Bundesmittel aus dem Projekt „AI - Made in Germany“. Mit 20 Millionen Euro aus Förder- und Eigenmitteln soll in den kommenden drei Jahren das bisher einzigartige Labor im realen Erfurter Geschäfts- und Wohnareal Brühl aufgebaut werden. Im April 2021 werde dazu auch eine Geschäftsstelle als Anlaufpunkt im Brühl eingerichtet und bezogen.

Projektansatz, Stand und Nutzen für Anbieter von Produkten und Dienstleistungen und auch für die Anrainer und Bewohner, die die Tester werden sollen, stellte Frank Schnellhardt im vom LFK-Chef Tobias Kallinich initiierten WEBEX-Meeting der Landesfachkommission Internet und Digitale Wirtschaft im Thüringer Landesverband des Wirtschaftsrates Deutschland (Wirtschaftsrat der CDU e. V.) vor.

 

Das Reallabor solle als Inkubator die Zukunft von Innovationen abbilden. Die Nutzung der aufzubauenden Infrastrukturen im Brühl würden als Service Herstellern und Dienstleistern angeboten. So stelle er sich vor, dass Car-Sharing-Anbieter, Zustelldienste oder Energiedienstleister neue Modelle eruieren werden. Erfurt und damit Thüringen würden mit diesem „Leuchtturm-Projekt“ zusätzliche, deutschlandweite und auch darüber hinausreichende Strahlkraft als Innovationen treibender Standort gewinnen.

 

Die Motivation, sich als Testnutzer bereitzuerklären, läge in den innovativen Angeboten an sich, die man so früher kennenlernen könne. Zudem würde die Chance der Mitgestaltung von Zukunftstrends motivieren ebenso wie ein Bonusprogramm.

 

Was aber nach seinen Worten in der bisherigen Start- und dabei insbesondere der Genehmigungsphase deutlich wurde: Regulierungswut der Bürokratie und der Vorschriftendschungel verzögere innovative Entwicklungen in Deutschland deutlich.

Foto: Frank Schnellhardt
Foto WR. Startfolie der Präsentation