29. August 2018
European Energy Lab 2030: Konzepte und Handlungsempfehlungen für das Energiesystem von morgen

 


Was kann die Digitalisierung für das Energiesystem von morgen leisten? Welche Weichen muss die Politik jetzt stellen, damit sich die besten und effizientesten Lösungen durchsetzen und breite Innovationsprozesse ausgelöst werden?

Unter Anwendung innovativer Methoden und eines agilen, branchen- und länderübergreifenden Workshopdesigns stellen sich 50 ausgewählte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diesen Leitfragen im Rahmen des Energy Lab 2030 des Wirtschaftsrates und seiner Kernpartner. Ziel der innovativen Denkfabrik ist es, für die vier Handlungsfelder Governance, Markt, Smart Data sowie Netze und Infrastruktur Konzepte für einen innovativen Energiemarkt der Zukunft in Deutschland und Europa zu erarbeiten und der Bundes- und Europapolitik konkrete Lösungsansätze an die Hand zu geben. Politische Unterstützer des Energy Lab sind unter anderem Thomas Bareiß, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Franz Josef Pschierer, bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Energie und Technologie, und Margarete Schramböck, österreichische Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.

 

2018 haben die Teilnehmer des Energy Lab 2030 in drei zusammenhängenden Workshops in München (10.4-11.4.2018), Berlin (3.5.-4.5.2018) und Wien (17.5.2018) Ideen und Konzepte für einen innovativen Energiemarkt weiterentwickelt. Die Zwischenergebnisse wurden am 12.6.2018 in Form von politischen Kernbotschaften Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeskanzler Sebastian Kurz beim Wirtschaftstag des Wirtschaftsrats in Berlin vorgestellt. Die Ergebnisse der Workshops werden am 19.9.2018 in Brüssel beim Symposium Europäische Energiepolitik präsentiert und an den Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Maroš Šefčovič, übergeben.

 

Für die vier Handlungsfelder Governance, Markt, Smart Data sowie Netze und Infrastruktur formuliert das Energy Lab 2030 folgende Kernbotschaften:

 

  • Governance: Weniger Regulierung schafft Freiraum für digitale Innovationen. Ein digitales Energiesystem kann die Koordinationsfunktion für dezentrale, volatile und bedarfsgerechte Stromerzeugung übernehmen, benötigt dafür aber regulatorischen Freiraum, damit sich Innovationen technologieoffen entwickeln und im Wettbewerb durchsetzen können.
  • Markt: Mit Digitalisierung eine marktwirtschaftlichere Energiewende ermöglichen. Ein flexibles und volatiles Energiesystem erfordert klare Regeln für Infrastruktur und deren Schnittstellen, eine klare und handhabbare Marktrollenverteilung und die Beseitigung von regulatorischen Hindernissen, um Chancen der Digitalisierung effizient nutzen zu können.  
  • Smart Data: Durch Datentransparenz und Smart Data Kosteneffizienz sicherstellen und sektorenübergreifendes Wachstum schaffen. Daten sind der Treibstoff für das Gelingen der Energiewende und bieten große Potenziale, die es nun durch Transparenz und verstärkten Datenaustausch zu heben gilt.
  • Netze & Infrastruktur: Netzinfrastruktur effizient weiterentwickeln und Potenziale aller Erzeuger und Verbraucher nutzen. Ein effizienter und beschleunigter Ausbau der Stromnetze auf allen Ebenen, eine intelligente Nutzung von Netzkapazitäten und die Stärkung von Schnittstellen zu anderen Sektoren tragen zum Gelingen der Energiewende ebenso bei wie ein effizientes Demand Side Management auf Verteilnetzebene.



Hier gelangen Sie zu den Zwischenergebnissen

 

Mehr Informationen zu den Konzepten und den nächsten Schritten des European Energy Lab 2030 finden Sie auf der Website der Denkfabrik: https://energylab2030.eu/