18. Juni 2012
Solituder Schlossgespräche 2012
Stuttgart. Bereits zum zweiten Mal richtete die Sektion Stuttgart des Wirtschaftsrats, Landesverband Baden-Württemberg die „Solituder Schlossgespräche“ aus. 80 Unternehmerinnen und Unternehmer nutzten die Gelegenheit der Begegnung mit dem Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Christoph Leitl.

Unter der Überschrift „Baden-Württemberg und Österreich - gute Partner im globalen Umfeld?“  machte Leitl seine positive Einstellung gegenüber Europa und dem Euro deutlich.

 

„Österreich und Deutschland sind nicht nur wirtschafltiche Partner, sondern Freunde“, so Leitl. 17 Milliarden Euro Handelsaufkommen pro Jahr zwischen Österreich und Baden-Württemberg sind das Ergebnis der guten und erfolgreichen Zusammenarbeit des kleinen Volks im Süden mit dem starken Volk im Norden.

Dass beide Länder nicht nur wirtschaftlich von einander profitieren, sondern auch eine wichtige Rolle innerhalb der EU spielen stellte Christoph Leitl deutlich fest.

Österreich verdient 6 von 10 Euro außerhalb des Landes. „Wir können wirtschaftlich nur in Regionen erfolgreich sein, die selbst erfolgreich sind“.  Umso wichtiger sei es, Investitionen dort zu tätigen, wo sich der Wettbewerb abspielt.

Unter der Überschrift „Baden-Württemberg und Österreich - gute Partner im globalen Umfeld?“  machte Leitl seine positive Einstellung gegenüber Europa und dem Euro deutlich.

 

„Österreich und Deutschland sind nicht nur wirtschafltiche Partner, sondern Freunde“, so Leitl. 17 Milliarden Euro Handelsaufkommen pro Jahr zwischen Österreich und Baden-Württemberg sind das Ergebnis der guten und erfolgreichen Zusammenarbeit des kleinen Volks im Süden mit dem starken Volk im Norden.

Dass beide Länder nicht nur wirtschaftlich von einander profitieren, sondern auch eine wichtige Rolle innerhalb der EU spielen stellte Christoph Leitl deutlich fest.

Österreich verdient 6 von 10 Euro außerhalb des Landes. „Wir können wirtschaftlich nur in Regionen erfolgreich sein, die selbst erfolgreich sind“.  Umso wichtiger sei es, Investitionen dort zu tätigen, wo sich der Wettbewerb abspielt.

Die oftmals negative Einstellung gegenüber der EU, die angstmachenden Hilfszahlungen an in Not geratene Mitgliedsstaaten und die vorherrschende Lethargie innerhalb der Euro-Zone verurteilte Leitl deutlich. Europa solle sich auf seine Stärken besinnen und die Lektionen aus den Krisenjahren 2008 und 2009 lernen und umsetzen. „Europa hat sich immer in Krisenzeiten weiterentwickelt - diese Chance müssen wir nutzen!“

Die Bevölkerung der EU macht zwischenzeitlich nur noch sieben Prozent der Weltbevölkerung aus. „Wenn wir Europäer hier nicht mit einer starken Stimme sprechen und uns innerlich zerstreiten, werden wir nicht zukunftsfähig sein“. Da war sich Leitl sicher. Notwendig für eine stärkere Einheit seien sicherlich etliche Reformen und Umstrukturierungen, doch nur so könne die EU auch in Zukunft auf dem globalen Markt wirtschaftsfähig bleiben.

 

Auch den Abwertungen verschiedener Rating-Agenturen könnte ein einheitliches Auftreten der Mitgliedsländer in Europa Einhalt gebieten „die Agenturen sollen sich um die USA kümmern, nicht um Europa“ so Christoph Leitl „wir lassen uns zu viel gefallen!“

Eine Möglichkeit für die gemeinsame Zukunft der EU sieht Leitl in den Grundprinzipien der Sozialen Marktwirtschaft. Diese seien immer gültig und führen auch bei veränderten Rahmenbedingungen zum Erfolg. Diese Prinzipien müssen von national zu international transportiert werden, denn innerhalb der EU bedarf es keiner Nationalökonomie, sondern einer Internationalökonomie.

 

Wir müssen Zukunftsoptimismus vermitteln - so die Kernaussage Leitls. Jeder sei in seiner Funktion Weichensteller für die Zukunft des eigenen Unternehmens, Landes und der ganzen EU. „Wir dürfen die Zukunft nicht den Anderen überlassen - sie ist zu wichtig!“ so der Appell an alle Anwesenden.