21. Januar 2015
Forderung der Wirtschaftsrat-Sektion Wiesbaden:
Sonderabschreibung für Elektroautos

Eine Sonderabschreibung für Elektro- und Hybridautos, etwa durch Freistellung von der Kfz-Steuer und besonders durch Sonderabschreibungen,  fordert die Sektion Wiesbaden im Wirtschaftsrat Hessen von der Bundesregierung. Nur so könne das Know-how für diese Zukunftstechnik in Deutschland gehalten werden. Wenn Verbraucher und gewerbliche Bereiche (Dienstleistung, Handwerk und Handel) nicht mit 20 bis 30 Prozent Sonderabschreibung gefördert würden, werde das technische Wissen sehr bald aus Deutschland verschwinden und der Produktionsstandort Deutschland das Nachsehen haben. „Dann darf sich die Bundesregierung nicht wundern, wenn die angepeilten Verkaufszahlen für die umweltfreundlichen Autos nicht erreicht werden und Deutschland hinter dem Ausland hinterher hinkt“, sagte Christoph Kunsmann, Mitglied der Sektion Wiesbaden in Richtung Manfred Pentz, Generalsekretär der CDU Hessen, anlässlich des Jahresempfangs der Sektion. Auch für Solarenergie und die Windkraft forderte Kunsmann Abschreibungsbegünstigungen. Pentz sagte zu, das Thema weiterzuleiten. 


Zuvor zitierte Sektionssprecher Martin Weiß den amerikanischen Industriellen Henry Ford (1885-1945) “Es hängt von dir selbst ab, ob du das neue Jahr als Bremse oder als Motor benutzen willst“. Im Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen betonte Weiß: „Was für ein Glück, dass wir die Möglichkeit haben, Menschen, die auf der Flucht sind, helfen zu können, Ihnen Demokratie vorleben.“ Gastfreundschaft bedeute auch, fremden Menschen die Hand zu reichen… Teamwork! Vielleicht sogar, etwas gemeinsam zu entwickeln. Das tut gar nicht weh, sondern gut.“


Manfred Pentz, Generalsekretär der CDU Hessen, erzählte in seinem Referat von den Eigenarten und dem letztendlich günstigen Verlauf vor gut einem Jahr bei den Koalitionsverhandlungen mit den Grünen zur neuen hessischen Regierungsmehrheit. Von der einstmals heftigen Distanz sei inzwischen für alle sichtbar eine vertrauensvolle, auf Respekt basierende Zusammenarbeit geworden. Dieses erste Scharz/Grüne Bündnis müsse nun beweisen, dass es entgegen mancher Skeptiker fünf Jahre hält.
Zufrieden äußerte sich Pentz zur wirtschaftlichen Situation in Hessen. Die Jugendarbeitslosigkeit gehe gegen Null, mit einer Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent könne sich Hessen sehen lassen. 


Weitere Themen:Mindestlohn: „Lassen Sie uns abwarten, wie es sich entwickelt“.Zuwanderung: Wir sind an gezielter Zuwanderung interessiert.Demografische Entwicklung: Sollten wir sehr ernst nehmen und handeln.Vorratsdatenspeicherung: Die Union wird sich dieses Themas annehmen.Windkraft: Wir werden zwei Prozent der Fläche für Windkraft nutzen.
Dr. Achim Ernst, Geschäftsfeldleiter Deutschland für Energie & Umwelt, TÜV Rheinland, erläuterte den Gästen die Aufgaben des TÜV in Sachen Energiewende. Der TÜV sei „natürlicher Partner“ des Mittelstandes und beschäftige sich mit entsprechenden Zukunftstrends wie Klima- und Umweltschutz, Lärmschutz, Gefahren am Arbeitsplatz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.


Deutschland komme besonders im Bereich Energieeffizienz eine Vorreiterrolle zu. Was die Energiewende angehe, bestehe allerdings noch ein großer Handlungsbedarf. Insgesamt glaube er aber nicht – im Gegensatz zu manchen Unkenrufern -, dass die Energiewende vor dem Scheitern stehe. Die Energiewende schreibe bei der Solar- und Windenergie eine „Erfolgsgeschichte“. Ernst gab zusammenfassend zu bedenken, dass der Mittelstand durch die politischen Entscheidungen zur Energiewende verunsichert sei und gab den Tipp, die Unternehmer sollten sich unbedingt über den „Wust von Regelungen und Förderungen informieren“. 

Kontakt
Michael Dillmann
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. - Landesverband Hessen
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