10. Mai 2017
Soziale Marktwirtschaft statt Verteilungsmentalität!
Junger Wirtschaftsrat spricht mit Jens Spahn MdB
Jens Spahn MdB (Foto: Wirtschaftsrat)

Jens Spahn MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, diskutierte mit dem Jungen Wirtschaftsrates Nordrhein-Westfalen über Wachstumskräfte und Soziale Marktwirtschaft im 21. Jahrhundert. Begrüßt wurde er durch Lars Fiele, Landesvorsitzender des Jungen Wirtschaftsrates Nordrhein-Westfalen. 

(Foto: Wirtschaftsrat)

„Deutschland geht es gut“, bilanzierte Spahn. Mit 44 Millionen liege die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland im Jahr 2017 auf einem Rekordhoch. Dies sei vor allem auf die Reformen der letzten zehn bis zwanzig Jahre zurückzuführen. Stolz verwies er auch auf die Schwarze Null im Bund: „Nach 55 Jahren Schuldenmachen erwirtschaften wir endlich einen Überschuss.“ Bedenken äußerte er jedoch gegenüber Sozialgeschenken wie der Rente mit 63. Kritisch fragte er: „Tun wir genug, damit wir auch morgen noch wettbewerbsfähig sind?“ Statt Verteilungsmentalität wünsche er sich mehr Soziale Marktwirtschaft. 

Lars Fiele (Foto: Wirtschaftsrat)

Auch Landesthemen wie Bildungs-, Finanz- und Infrastrukturpolitik kamen zur Sprache. Spahn warnte vor einer Inflation des Abiturs und forderte mehr fertige Baupläne für Infrastrukturprojekte. Zum Schluss konnte er sich einen Seitenhieb gegen Nordrhein-Westfalens Finanzminister Walter-Borjans nicht verkneifen: „NRW macht mehr Schulden als alle anderen Bundesländer zusammen. Es macht einen Unterschied, wer den Finanzminister stellt.“ Nordrhein-Westfalen brauche dringend einen Kurswechsel, forderte der Finanzpolitiker Spahn.