Bau, Immobilien und Smart Cities

In der Bau-, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft nehmen die Komplexität der dringend notwendigen Reformen sowie der Einfluss europäischer Vorgaben so schnell zu wie in keinem anderen Wirtschaftszweig. Die lebenswerte Gestaltung von Städten und Gemeinden, der fortschreitende demographische Wandel, die Erfüllung der Klimaschutz- und Ressourceneffizienzziele sowie die notwendig gewordenen Regulierungen des Finanzmarktes stellen die Branchen vor enorme Herausforderungen.

Insbesondere die Finanzierung der energetischen Gebäudesanierung und der altersgerechten Anpassung des Wohnungsbestandes sowie die Bekämpfung des Wohnungsleerstandes in den östlichen Teilen Deutschlands müssen in den kommenden Jahren gelöst werden. Die Anforderungen und Investitionskosten steigen kontinuierlich an, während die Fördermittel zurückgefahren werden. Aus Sicht der Bundesfachkommission Bau, Immobilien und Smart Cities muss der Abbau krisenverschärfender Vorschriften, etwa Zinsschranke, Verlustverrechnung und gewerbesteuerliche Hinzurechnung, konsequent weiter verfolgt werden.

Die Kernforderungen des Wirtschaftsrates:

 

  • Markt statt Mietpreisbremse: Neuen Wohnraum schaffen – aber marktwirtschaftlich organisiert!
    Auf Drängen des Wirtschaftsrates konnten marktwidrige Staatseingriffe in der Immobilienwirtschaft entschärft werden: So wird es an Stelle einer flächendeckenden Einführung der Mietpreisbremse nur zu regional und zeitlich befristeten Ausweisungen von Gebieten mit angespannten Wohnungsmärkten kommen, in denen die Mietpreisbremse überhaupt wirksam werden darf. Zudem wird die Mietpreisbremse an einen strengen Maßnahmenkatalog für die Länder zum Zwecke einer möglichst raschen Entspannung der Mietpreise geknüpft, der regelmäßig zur Überprüfung ansteht. Hierzu hat die Bundesfachkommission einen umfangreichen Empfehlungskatalog zur Belebung der Wohnungsbautätigkeit vorgelegt (PDF-Download 266 KB). Zur Novelle des Mietrechts wurde ein Positionspapier zur Mietrechtsreform (PDF-Download 301 KB) entwickelt.

 

  • Stadtumbau zielgerichtet fortsetzen
    Um lokale Wohnungsmärkte wieder ins Gleichgewicht zu bringen und lebendige Städte zu erhalten, ist ein gezielter, bedarfsgerechter Rück- und Umbau des Wohnungsbestandes notwendig, bei dem private Investoren konsequenter einbezogen werden müssen.

 

  • Verlässlichkeit bei energetischen Gebäudesanierungen
    Notwendig ist ein Sanierungsfahrplan, der auf freiwilliger Optimierung statt staatlichem Zwang beruht, um den Sanierungsstau zügig zu beheben. Zugleich muss das Wirtschaftlichkeitsgebot bei allen Maßnahmen zwingend eingehalten werden. 

 

  • Überregulierung verhindern - Keine nationalen Alleingänge
    Das Verhältnis zwischen einer notwendigen zuverlässigen Regulierung und dem Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit einzelner Immobilienprodukte muss auch künftig austariert bleiben.
Wirtschaftsrat Deutschland: Die Stimme der Sozialen Marktwirtschaft
Vorsitzender der Bundesfachkommission
 
Michael Zahn
Mitglied des Vorstands
CEO
Deutsche Wohnen SE
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Dr. Paul Kowitz
Bereichsleiter Innovation, Digitales und Immobilienwirtschaft

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