01. Oktober 2015
Stärkung des ländlichen Raums gefordert
Politische tour d’horizon mit Stefan Teufel MdL
Die Landtagswahl 2016 wirft ihre Schatten voraus: Ein halbes Jahr vor der Wahl stellte Stefan Teufel MdL beim Uhrenhersteller Junghans seine Positionen vor. Der wirtschaftsstarke ländliche Raum in Baden-Württemberg dürfe in allen Politikfeldern nicht ins Hintertreffen gelangen. Kontrovers diskutierten die Unternehmer der Sektion Rottweil/Tuttlingen auch die aktuelle Flüchtlings- und Asylpolitik.
v.l.n.r.: Stefan Teufel MdL, Sektionssprecher Dr. Martin Leonhard, Geschäftsführer Matthias Stotz (Foto: WR)

Im Falle eines Regierungswechsels in Stuttgart im März 2016 würde die CDU-Fraktion laut Teufel unverzüglich drei Punkte umsetzen. Die Änderungen im Jagdrecht sollen rückgängig gemacht werden, das Bildungsfreistellungsgesetz abgeschafft werden und die Gemeinschaftsschule inhaltlich modifiziert werden.

 

Teufel forderte ferner ein Invest-Programm Ländlicher Raum beim Breitbandausbau. Die Landesregierung stelle hier zu wenig Mittel bereit. Bei der Verkehrs- und Infrastrukturpolitik tritt er für einen ICE-Halt in Rottweil und den Ausbau der S21-Anrainer-Strecke Gäubahn ein. Bei der Tal-Umfahrung Schramberg hofft er, dass diese in den vordringlichen Bedarf des Bundes aufgenommen wird. Im Bildungsbereich sind seine Ziele die Stärkung der frühkindlichen Bildung, der Berufsschulen und des Dualen Ausbildungssystems („Garant für niedrige Jugendarbeitslosigkeit“).

Im Dialog mit den Mitgliedern: Dr. Martin Leonhard und Stefan Teufel MdL (Foto: WR)

Für das Land Baden-Württemberg würden dieses Jahr 100.000 Flüchtlinge erwartet (zum Vergleich 2014: 26.000). Die Staaten des Balkan sollten nach Teufels Ansicht deshalb zu sicheren Herkunftsländern erklärt werden. Er plädierte außerdem dafür weiterhin Grenzkontrollen durchzuführen, das Sachleistungsprinzip einzuführen, vor allem die Fluchtursachen zu bekämpfen und für gerechte Verteilungsquoten in Europa.

 

Geschäftsführer Matthias Stotz stellte anhand eines Rundgangs das Unternehmen Junghans vor: „Was 1861 in Schramberg mit der Firmengründung begann, hat sich schnell zu einer Erfolgsgeschichte deutscher Uhrenindustrie entwickelt. Die Anforderungen an die Uhr mögen sich seit dieser Zeit verändert haben - die Philosophie von Junghans blieb immer die gleiche. Denn so vielfältig das Programm von Junghans auch sein mag – es folgt einem Anspruch: traditionelles Handwerk mit neuester Uhrentechnologie und aufregendem Design zu kombinieren. Das macht jede Uhr mit dem Stern einzigartig.“

Junghans-Geschäftsführer Matthias Stotz bei der Führung (Foto: WR)

Bei der Firmenpräsentation wurde deutlich, dass Innovationsgeist und Streben nach Präzision das Denken und Handeln aller Mitarbeiter bestimmen. Das Unternehmen ist heute in Besitz der Unternehmerfamilie Steim. Der Terrassen-Bau des Unternehmens soll in wenigen Jahren zu einem Museum umgewidmet werden, verriet Stotz.