05. Juni 2013
Standortentwicklung und Demografie
Impulsvortrag und Podiumsdiskussion der Landesfachkommission Arbeitsmarkt- und Personalpolitik des Wirtschaftsrats Berlin-Brandenburg
Das Thema „Demografischer Wandel“ ist seit zwei Jahren zunehmend in der öffentlichen Diskussion. Und die Auswirkungen sind bereits deutlich zu spüren: Facharbeiter fehlen, Spezialisten-Positionen und Ausbildungsplätze können nicht besetzt werden. Die Ursachen sind vielschichtig und die Gegenmaßnahmen deshalb auch nicht einfach auf einen Nenner zu bringen.
v.l.n.r.: Alexander Tillack, Tillmann Stenger, Prof. Dr. Wolfgang Schroeder, Torsten Schoch, Anja Walter (Foto: Wirtschaftsrat)

Umso wichtiger ist es, dass langfristige Strategien ür die Bewältigung des demografischen Wandels entwickelt und zügig umgesetzt werden – nicht nur von Seiten der Politik, sondern auch von der Wirtschaft.

 

Andrea Walter, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Fachkräftemonitoring im Projekt Regionalbüros für Fachkräftesicherung der Landesagentur für Struktur und Arbeit Brandenburg GmbH (LASA), die seit 2008 Fachkräftebedarfsanalysen durchführt, gab in ihrem Impulsvortrag einen Überblick über den aktuellen und zukünftigen Fachkräftebedarf sowie Handlungsfelder der Fachkräftesicherung für Unternehmen und Politik.

In der Diskussionsrunde mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft - Prof. Dr. Wolfgang Schroeder, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Brandenburg; Torsten Schoch, Geschäftsführer der Xella Technologie und Forschungsgesellschaft mbH und Tillmann Stenger, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank des Landes Brandenburg - herrschte Einigkeit darüber, dass die Auswirkungen des demografischen Wandels gemeinsame Anstrengungen auf allen Ebenen erforderlich machen. Dabei müssen strategische Weichenstellungen auf Landesebene mit kommunalen und regionalen operativen Aktionen verknüpft werden. Der klare Schwerpunkt liegt in der Bildung der Kinder - von der Bereitstellung geeigneter Kita-Plätze mit hohem Qualitätsanspruch über eine adäquate Schulbildung bis zur Heranführung der neuen Generationen an technische Ausbildungs- und Studienberufe. Auch die Unternehmen werden sich daran in der Form beteiligen müssen, ihre Mitarbeiter dauerhaft zu binden oder sich an der Aus- und Weiterbildung neuer Fachkräfte.

Die Politik muss mit Augenmaß und klarer Strategie Rahmenbedingungen schaffen, um Brandenburg als attraktiven Dienstleistungs- und Industriestandort weiter zu stärken. Schwerpunkt muss neben der Bildungspolitik die Stärkung der Infrastruktur bilden.