30. Januar 2018
Standortfaktor Mobilität im Landkreis Offenbach
Die Arbeit der Wirtschaftsförderung im Landkreis Offenbach ist eine ganz besondere: Mit einer Arbeitslosenquote von nur 4,1 Prozent sowie einem Gewerbesteueraufkommen von 222,87 Mio. Euro, das in den 13 Städten und Gemeinden des Kreises erwirtschaftet wird, befindet sich der Landkreis in einer hervorragenden Situation. Claudia Jäger, Erste Beigeordnete des Kreises Offenbach, berichtete auf dem Unternehmerfrühstück der Sektion Offenbach/Dieburg des Wirtschaftsrates Hessen über die Projekte und Programme der Wirtschaftsförderung und über Mobilität; ein wesentlicher Standortfaktor der Region.
Claudia Jäger über die zentrale Bedeutung der Mobilität (Foto: Wirtschaftsrat)

Der Landkreis Offenbach gehört zur wirtschaftlichen Spitze der Metropolregion Rhein-Main. Die Erste Beigeordnete Claudia stellte jedoch schnell klar: „Sich auf den guten Zahlen im Landkreis auszuruhen, darf nicht Ziel unserer Politik sein. Es gibt noch genug, das man verbessern könnte oder angehen müsste.“ Dabei ist die Effektivität der Wirtschaftsförderung ein wichtiger Faktor für Jäger. Bereits 2012 hat der Landkreis gemeinsam mit den 13 Kreiskommunen sowie der IHK und der Kreishandwerkerschaft ein Konzept entwickelt, die Sorgen und Nöte der Unternehmen zu erfahren. Hierzu dienen die zwei installierten Kommunalforen als Anlaufstelle und Dialogplattform. Ein Schwerpunkt der Foren liegt im Dialog um den Breitbandausbau. Die Probleme hierfür lägen mittlerweile jedoch häufig im Verantwortungsbereich der Anbieter, von Seiten des Kreises seien alle notwendigen Maßnahmen getroffen worden.

 

Zum Thema Mobilität im Kreis führt die Erste Kreisbeigeordnete aus: „Wenn man Realist ist, muss man sich klar machen, dass wir das häufig angekündigte „staufreie Hessen“ so schnell nicht haben werden. Man kann politisch für den Ausbau bestehender Straßen kämpfen, und für die Umsetzung der Projekte, die sich im Bundesverkehrswegeplan befinden, einsetzen. Es ist aber eine Illusion, dass sich über Nacht oder in ein bis drei Jahren, insbesondere bei dem vorherrschenden massiven Zuzug in die Region, Dramatisches ändert“. Der Kreis Offenbach setzte daher einen Schwerpunkt auf kurzfristigere Änderungen, die eine unmittelbare Auswirkung haben. Dazu gehöre beispielsweise, den Umstieg vom Fahrrad in den Bus oder vom  Fahrrad in die S-Bahn zu erleichtern.

 

Auch wird das Projekt der Raddirektverbindungen mit den Kreiskommunen und Hessen-Mobil weiter vorangetrieben. Beispielsweise sind viele Pendler auf der Strecke Darmstadt- Frankfurt unterwegs. Ein Ziel soll es auch sein, im dichtbesiedelten Ballungsraum mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, auf alternative Verkehrsmittel umzusteigen.

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Michael Dillmann
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. - Landesverband Hessen
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