22. Juli 2013
Region Stuttgart: Standort und Region mit Köpfchen
Verbandsvorsitzender Thomas S. Bopp im Gespräch mit dem Jungen Wirtschaftsrat
Ist die Region Stuttgart heute und auch in Zukunft ein Standort mit Motor und Köpfchen? Thomas S. Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart, diskutierte diese Frage mit den Mitgliedern des Jungen Wirtschaftsrats Baden-Württemberg. Insbesondere Mobilität und Wirtschaftsförderung wurden thematisiert. Gemeinsam kamen sie zu dem Schluss, dass Stuttgart eine Region mit enormem Potential ist, welche in den kommenden Jahren einigen Herausforderungen gegenüberstehen wird.
Thomas S. Bopp im Gespräch mit Dr. Peter Wende und Jochen Lehmann (Foto: Wirtschaftsrat)

Der studierte Diplom-Ingenieur und Mitinhaber des Architekturbüros bopp herrmann architekten GmbH, Thomas Bopp, machte gleich zu Beginn klar: „Die Region Stuttgart mit ihrem gewählten Regionalparlament ist die erste verfasste Region in ganz Deutschland und damit ein Novum.“ Als deren ehrenamtlicher Vorsitzender sieht er die Metropolregion mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Dazu zählen der demografische Wandel, globaler Standortwettbewerb und veränderte Anforderungen an die Mobilitätskonzepte.

Bopp sprach die Potentiale, aber auch die Herausforderungen der Region Stuttgart an (Foto: Wirtschaftsrat)

Beim Thema Mobilität ging Bopp nicht explizit auf das Thema Stuttgart 21 ein. Er machte aber deutlich, dass für die wirtschaftsstarke und exportorientierte Region die Rolle als Verkehrsknotenpunkt ein wesentlicher Standortfaktor sei. „Hier greifen Wirtschaftsförderung und Verkehrsplanung ineinander und es wird der Mehrwert unserer Region deutlich“, so der Verbandsvorsitzende weiter.

 

Laut Bopp verdeutlicht besonders der Ballungsraum Stuttgart, dass ein breiter Ansatz bei der Wirtschaftsförderung vonnöten sei. Der Aufbau regionaler Netzwerke ist dabei ein Schwerpunkt. Wirtschaftliche Entwicklung, Forschung und Wissenschaft müssen Hand in Hand gehen mit Kultur und Umwelt, ohne dabei den einzelnen Menschen aus den Augen zu verlieren.

Teilnehmer während des Vortrags (Foto: Wirtschaftsrat)

Um dies zu gewährleisten, wurde der Verband 1994 als politische Ebene der Region Stuttgart in Form einer Körperschaft des öffentlichen Rechts geschaffen. Die in öffentlicher Sitzung getroffenen und durch direkte Wahl legitimierten Entscheidungen der Regionalversammlung haben Einfluss auf rund 2,7 Millionen Menschen in 179 Städten und Gemeinden in fünf Landkreisen und dem Stadtkreis Stuttgart.

Zur Region Stuttgart gehören also auch die Landkreise Rems-Murr, Ludwigsburg, Böblingen, Esslingen und Göppingen.

Diese Regionen unter einen Hut zu bringen, zu verbinden und trotzdem die Eigenständigkeit und die Besonderheiten jeder Region zu erhalten, ist nicht immer einfach. Doch Bopp betonte explizit, dass nur mit einem „Miteinander“ die zukünftigen Hürden genommen werden können.

„Miteinander stark sein“ – ein Ziel dass auch der Vorsitzende des Jungen Wirtschaftsrats Baden-Württemberg, Dr. Peter Wende, gerne auf seine Arbeit im Verband überträgt.