18. September 2013
Sunshinehouse gGmbH stellt sich vor
Wirtschaftsrat besucht Träger der Sozialwirtschaft vor dem Hintergrund der Hebung von Potential bei der zukünftigen Fachkräftesicherung
Nach der Besichtigung der Einrichtung, der Vorstellung der Konzepte und Leitlinien des Hauses sahen die Mitglieder des Wirtschaftsrates die oft von der Öffentlichkeit wenig wahrgenomme Arbeit in der Kinder- Jugend- und Familienhilfe in einem anderen Licht.
Mitglieder des Wirtschaftsrates im Gespräch in der sunshinehouse gGmbH (Foto: Wirtschaftsrat)

So berichtete die Geschäftsführerin des Haues, Petra Winkler, selbst Mitglied im Sektionsvorstand Westthüringen, dass Ansatz bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vor allem ist, diese auf das spätere Leben und hier auch auf das Berufsleben vorzubereiten. Vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Fachkräftemangels gelte es, alle Potentiale zu heben, zu denen im vorliegenden Falle auch Kinder und Jugendliche mit gestörter Sozialisation, schwierigen familiären Umfeld oder sonstigen, oft auch multipler Einschränkungen, sei. Es gelte, diese jungen Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten in die Gesellschaft und den Arbeitsprozess dahingehend zu integrieren bzw. hierauf vorzubereiten, dass diese dereinst, ein selbstbestimmtes und von Sozialleistungstransfers unabhängiges Leben führen könnten.

 

Frühzeitig investiertes Geld in Familienhilfen, würden sich gerade bei jungen Menschen stets armortisieren, wenn diese dauerhaft aus dem Leistungsbezug bzw. von Unterstützungsleistungen unabhängig würden. Dies fand breite Zustimmung bei den anwesenden Mitgliedern, denn nicht nur fehlende Ingenieure oder Akademiker seien oft das Problem, sondern solide ausgebildete Facharbeiter. Die zunehmenden Bestrebungen einer "Akademisierung" vieler Berufe gehe daher an den Marktbedürfnissen der Wirtschaft vorbei. Wichtiger sei vielmehr eine frühzeitige und passgenaue Berufswahlorientierung, um Abbrecherquoten zu senken und damit Mißerfolgserfahrungen bei jungen Menschen zu vermeiden.