12. August 2014
Tarif-Debatte: Vor dem Verteilen kommt immer das Erwirtschaften
Handelsblatt-Online

Der Präsident des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Kurt Lauk, sieht die Kommentierung einzelner Lohnabschlüsse duch die Politik kritisch. „Wir können gerade in der chemischen Industrie darauf vertrauen, dass die Tarifpartner in ihrer Branche einen vernünftigen Abschluss gefunden haben. Auf andere Branchen halte ich diesen Abschluss für nicht übertragbar“, sagte Lauk Handelsblatt Online. In der chemischen Industrie sei der Personalkostenanteil im Übrigen niedriger als in der Metall- und Elektroindustrie. In der Chemie seien vielmehr die Energiekosten wesentlich relevanter.

Lauk gab überdies zu bedenken, dass in den erfolgreichsten Industriebranchen die Lohnabschlüsse zuletzt um die 3 Prozent gelegen hätten. „Deshalb ist die aktuelle Diskussion unnötig, weil sie einen Nachholbedarf suggeriert, den es nicht gibt“, sagte der Präsident des Wirtschaftsrates. Vielmehr müsse generell auf die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands geachtet werden. Sie sei durch eine vernünftige Lohnpolitik in den vergangenen gut zehn Jahren wesentlich verbessert worden. „Das darf nicht gefährdet werden, sonst können wir in der Euro-Zone nicht mehr die schwächeren Partnerländer mitziehen“, so Lauk.

Abgesehen davon sei die Lohnfindung Sache der Tarifparteien, die besser als jeder Politiker oder Bundesbank-Volkswirt wüssten, wie hoch eine produktivitätsorientierte Entlohnung ist. Lauk: „Denn vor dem Verteilen kommt immer das Erwirtschaften.“

 

Lesen Sie den ganzen Beitrag vom 12.08.2014 auf handelsblatt-online.

Kontakt
Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Pressestelle
Luisenstraße 44, 10117 Berlin

Telefon: 030 / 240 87-301
Telefax: 030 / 240 87-305

pressestelle@wirtschaftsrat.de